Prenzlauer Berg Sehenswürdigkeiten Berlin

Reisebericht: Sehenswürdigkeiten Prenzlauer Berg in Berlin

Der Stadtbezirk Prenzlauer Berg ist der Zusammenschluss der Bezirke Weißensee, Pankow und Prenzlauer Berg und ist einer der dicht besiedelten Stadtbezirke von Berlin. Früher wohnten hier vorrangig sehr viele Arbeiterfamilien, teilweise mit vielen Kindern, heute leben hier zum größten Teil Akademiker, Studenten und auch wieder Großfamilien. Ungefähr zwölf Prozent der Einwohner vom Prenzlauer Berg sind Ausländer und zehn Prozent der Anwohner sind arbeitslos. In der Kastanienallee, die schon zur Innenstadt des Bezirkes gehört, spürt man förmlich den orientalischen Einfluss und auch andere fremde Kulturen nur zu deutlich, traditionelle Restaurants und Märkte mit ausländischen Produkten sind hier verstärkt zu finden.

Prenzlauer Ber Kulturbrauerei

© Fotograf: Olaf Zornow – Prenzlauer Berg

 

Durch das hervorragende Straßennetz des Prenzlauer Berges erreicht man auf schnellstem Wege die Krankenhäuser, Einkaufszentren und natürlich auch die vielen Sehenswürdigkeiten, die dieser Stadtbezirk zu bieten hat. Die Schönhauser und die Landsberger Allee kann man problemlos benutzen, um auf schnellstem und einfachstem Wege stadtauswärts zu gelangen.
Öffentliche Verkehrsmittel wie U- Bahn, S- Bahn und auch Straßenbahn und Busse sorgen dafür, dass die Einwohner ihre Ziele schnell und sicher erreichen, ein weit angelegtes Netz an Radwegen wird besonders von jungen Leuten gerne und oft genutzt.

Immer wieder bringen große Reisebusse Touristen in den Stadtbezirk Prenzlauer Berg, am Kollwitzplatz machen diese meist Halt, damit sich die in- und ausländischen Besucher die schöne und reizvolle Gegend in aller Ruhe anschauen können. Das Szene-Viertel, wie der Prenzlauer Berg auch genannt wird, lockt mit seinen Bewohnern, seinen Grünanlagen und Sehenswürdigkeiten immer wieder in- und auch ausländische Besucher an.
Die Kastanienallee ist ein Zentrum für Lokale, Kleiderboutiquen, verschiedene kleine Läden und Friseursalons, die sich hier dicht aneinander reihen. Das „103“, eine Mischung aus Restaurant, Lounge und Bar liegt an der Ecke zur Zionskirchstraße und ist stets gut besucht, obwohl von außen nicht zu erkennen ist, was es in sich verbirgt.
In der Stargarder Straße sieht es ähnlich aus, besonders hinter der Gethsemanekirche und im „LSD-Viertel“ rund um den Helmholtzplatz, LSD steht hier allerdings für Lychener-, Schliemann- und Dunckerstraße, nicht für den Drogenmissbrauch. In der Kulturbrauerei erwacht das Leben nicht erst nachts, es ist 365 Tage im Jahr für seine Gäste und Besucher bereit.
Etwas ruhiger geht es am Kollwitzplatz zu, die hohen Wohnkosten kann sich hier nicht jeder leisten. Am Kollwitzplatz liegt der "Gugelhof" mit seiner elsässischen Küche, hier kehrte schon Bill Clinton bei einem seiner Berlinbesuche ein. Einige Häuser weiter wohnt seit langem Bundestagspräsident Wolfgang Thierse, seine Koalitionskollegen Joschka Fischer und Jürgen Trittin sind hin und wieder Kunden des Wochenmarktes am Kollwitzplatz.

Dieser Aufschwung war dem Stadtteil Prenzlauer Berg wahrlich nicht voraus zu ahnen, denn um 1875 standen hier nur eine Mühle und eine Ziegelei, in kurzer Zeit wurden dann Wohnungen für jene Massen an Menschen geschaffen, die in der Reichshauptstadt arbeiten wollten und deshalb die Provinz auf der Suche nach Arbeit verließen. Prenzlauer Berg war lange Inbegriff für menschenunwürdige Lebensverhältnisse, so lebten in den zwanziger Jahren dort weit über 30.000 Einwohner pro Quadratkilometer. Heute wiederum freuen sich die Bewohner über sagenhafte Platzverhältnisse, die in anderen Städten gar nicht bezahlbar wären.
Lange Zeit war der Prenzlauer Berg wegen der Maikrawalle bei der Polizei äußerst unbeliebt, inzwischen aber ist Ruhe im Bezirk eingekehrt, außer Fahrraddiebstählen und einigen kleineren Ruhestörungen ist es fast friedlich geworden. Ein LPG- Biomarkt in der Schönhauser Allee, LPG steht hier für „Lecker, Preiswert, Gesund“, vertreibt auserwählte und auserlesene Bio- Artikel und ist flächenmäßig größter Öko- Supermarkt in Europa, und seit seiner Eröffnung stets gut besucht.

Ein weiteres Wahrzeichen und auch eine Sehenswürdigkeit vom Prenzlauer Berg ist der "Dicke Hermann", der Wasserturm wurde im Jahre 1875 erbaut und versorgte den Stadtteil mit Wasser. Seit seiner Stilllegung vor 100 Jahren ist der Turm ein beliebter Spielplatz und Treffpunkt für Kinder und Jugendliche.
Der Jüdische Friedhof ist weit bekannt, auf ihm fanden viele berühmte Persönlichkeiten ihre letzte Ruhe. Ein Gang über diesen Friedhof ist interessant, da man hier viele bekannte Namen lesen kann.
Die alte und größte Synagoge Deutschlands ist in diesem Bezirk ebenfalls zu finden, sie hat die Reichskristallnacht im Jahre 1938 fast unbeschadet überstanden und ist mit ihrer stilvollen Bauweise und den besonderen Dekorationen ein Anziehungspunkt für Touristen.

Mittlerweile ist der Prenzlauer Berg auch ein Treffpunkt vieler Schwulen und Lesben geworden, sie genießen das Nachtleben rund um die Kastanienallee. Unzählig Geschäfte, Einkaufsstraßen und Kinos, sowie große Theater und Museen machen den Stadtteil zu etwas Besonderem, Kultur und Geschichte wird hier mit Spaß und Abwechslung kombiniert.
Wer als Berlinbesucher den Prenzlauer Berg besuchen möchte, dem ist die Anfahrt mit dem Auto nicht unbedingt zu raten, da es auf Grund von den vielen in- und ausländischen Besuchern kaum freie Parkmöglichkeiten gibt, besser kommt man hier mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu seinem Ziel.

Die Schönhauser Allee ist mit ihren vielen Geschäften unter den Arkaden zum Haupteinkaufs- Mittelpunkt geworden, in verschiedenen Seitenstraßen findet der Kaufwillige kleinere und extravagante Läden, auch in der Kastanienallee, Danziger Straße und Lychener Straße in der unmittelbaren Umgebung kann man sehr gut shoppen gehen.
Die Husemannstraße ist als Museumsstraße restauriert worden, hier befinden sich kleinere Läden mit historischen Ausstattungen, eine original getreue Post ist hier zu bewundern mit Telefonhäuschen und dazu gehörigen alten Briefkästen. In alten Trödelläden kann man auch alte ausgestellte Sachen kaufen. Dieses Viertel wurde im Volksmund auch „Generals-Viertel“ genannt, denn viele der Offiziere, die in den Kasernen am Alexanderplatz ihren Dienst absolvierten, lebten und wohnten hier.

Die Kastanienallee wird auch als „Castingallee“ von den Berlinern wegen der vielen Schauspieler und Sprachschüler genannt, Austauschstudenten, die das Sprachenzentrum besuchen, findet man hier aus vielen Ländern, so kann man unterwegs Englisch, Spanisch, Italienisch und Französisch hören. Für diese Studenten und Austauschschüler ist ein Lokal im Viertel wie geschaffen, in dem jeder so viel zahlt, wie er möchte, darum ist dieser Treffpunkt außerordentlich beliebet.

Auch im Bereich Mode und Design hat sich am Prenzlauer Berg viel getan, hier findet man verschiedene Modedesigner mit einem eigenem Geschäft und Label.
Anna Tembrink so wie Raja Tanczik und Lisa Kaltwasser verkaufen in ihrem Laden „Charivari“ in der Rykestraße, welchen sie zusammen betreiben, ihre eigene Mode ganz erfolgreich.
Junge Designerinnen haben in diesem Bezirk die passende Umgebung und dazu das passende Klientel. Nicht nur Prenlauer kaufen hier ein, immer mehr Touristen nutzen den Berlinbesuch zum Shoppen im Prenzlauer Berg, aber auch Berliner kaufen sich hier ihre extravagante Kleidung.
Anne Wolf, eine Designerin für Braut- und Abendkleider und Abendmäntel hat sich in der Lychener Straße in der Nähe vom Helmholtzplatz etablieren können. Hier erhält die Kundin ein Unikat an Abend- oder Brautmode.
Andrea Faupel mit ihrem Geschäft „Besserdresser“, der ebenfalls in der Lychener Straße zu finden ist, entwirft und näht auch ihre Modelle selber, die gute Nachbarschaft und das gegenseitige Empfehlen tragen zum Erfolg aller Beteiligten bei.
Mit dem Konzept „Frauen und Kinder zuerst“ machten sich die Designerin Kikki von Ostendorf und Ina Hörning selbständig. Das Besondere an diesem Geschäft, hier wird hochwertige Secondhandkleidung neben der Kollektion von Designerin Kikki von Ostendorf verkauft. Etwas ungewöhnlich, wohl aber die richtige Entscheidung der beiden Frauen, der Laden lief gut an.

Verschiedene Viertel am Prenzlauer Berg

Der Kollwitzkiez
Dieser Kiez wurde nach der Grafikerin und Bildhauerin Käthe Kollwitz benannt, welche die längste Zeit ihres Lebens in der Kollwitzstraße 58, damals Weißenburger Straße 25, lebte und wohnte.
In den Sommermonaten haben die zahlreichen Cafés in der Rykestraße, Husemannstraße und der Kollwitzstraße ihre großen Terrassen für den Sommerbetrieb geöffnet, was von den Besuchern und Gästen besonders gern genutzt wird.
Der Kollwitzplatz bietet samstags einen Wochenmarkt und außerdem donnerstags einen Ökomarkt.
Die bekannte Kulturbrauerei in der Knaackstraße bietet Freizeitvergnügen mit Kino und Veranstaltungen verschiedenster Art.

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© Fotograf: Olaf Zornow – Kollwitzplatz

 

Das Winsviertel
Zwischen Prenzlauer Alle und Greifswalder Straße liegt das Winsviertel, welches im Vergleich zum benachbarten Kollwitzkiez eher ruhig ist, die Winsstraße ist hier Zubringer und Lebensader zugleich. Die Immanuelkirche liegt im Westen des Viertels und der Knaack- Klub bereichert das Nachtleben.

Das Bötzowviertel mit dem Arnswalder Platz
Seit der Wende wurde das Viertel zum Sanierungsgebiet erklärt, hier stehen zahlreiche Gebäude unter Denkmalschutz, so das 1925 erbaute Filmtheater am Friedrichshain, des weiteren die Kurt- Schwitters- Gesamtschule, das Areal der Brauerei Schneider und der Arnswalder Platz.

Das Gleimviertel mit Falkplatz
Dieses Viertel wird geprägt durch den Mauerpark, der nach dem Mauerfall entstand, und den Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark mit der dazu gehörigen Max-Schmeling-Halle, einer der grünsten Viertel am Prenzlauer Berg. Für die Kinder wurde ein Kinderbauernhof am nördlichen Ende des Mauerparks angelegt.
Südöstlich befindet sich der U-Bahnhof Eberswalder Straße, nordöstlich der U-Bahnhof Schönhauser Allee. Trotz verschiedener vorhandener Cafes und Bars ist hier eher ruhiges Wohnen angesagt.

Max Schmelling Halle Berlin

© Fotograf: Olaf Zornow – Max Schmelling Halle

Mauerpark Berlin

© Fotograf: Olaf Zornow – Mauerpark

 

Der Helmholtzkiez – auch LSD-Viertel nach Lychener-, Schliemann- und Dunckerstraße genannt
Es zählt zu den am dichtesten bebauten Stadtvierteln Berlins. Auch dieser Kiez ist beliebt bei Gästen und Einheimischen zum Ausgehen, da hier zahlreiche Cafés, Kneipen und Restaurants zu finden sind.

Nordisches Viertel
Der Kiez rund um den Arnimplatz ist ohne Ausgeh- und Einkaufsmöglichkeiten ein sehr ruhiges Viertel, die Mietpreise sind hier günstiger als in anderen Vierteln des Prenzlauer Berges.

Wohngebiet Thälmannpark
Der in den 80er Jahren entstandene Ernst-Thälmann-Park ist eine Kombination zwischen Wohnen, kulturellen Einrichtungen und Natur. Neben den alten Plattenbauten in der Greifswalder Straße sind hier eine Schule, mehrere soziale Einrichtungen, eine Schwimmhalle, einige Gaststätten und das im Jahr 1987 erbaute Zeiss-Großplanetarium an der Prenzlauer Allee zu finden.

Das Gebiet des alten Schlachthofs
Hier sollen bis 2010 gewerbliche Nutzflächen und auch Wohnungen für ungefähr 4500 Personen entstehen. Townhouses, Stadtvillen und auch Reihenhäuser oder Loftwohnungen sind geplant und zum Teil schon gebaut. Kinder- Tagesstätten, Spiel- und Sportplätze runden das Ganze ab. Ausreichende Grünflächen zur Erholung sorgen für ausreichend Abwechslung und Freizeitangebote.

Blumenviertel
Das Areal rund um den Syringenplatz ist mit vielen Einfamilienhäusern bebaut und an der Grenze zum Stadtbezirk Weißensee befindet sich der Volkspark Prenzlauer Berg.

Menschen am Prenzlauer Berg

Der Stadtteil Prenzlauer Berg hat sich in den Jahren nach der Wende vom ärmsten Arbeiterviertel in ein Wohngebiet gewandelt, in dem Akademiker, Schauspieler, Designer und Künstler ansässig geworden sind. Auf elf Quadratkilometern leben hier 143000 Menschen, mehr als die Hälfte von ihnen sind zwischen 25 und 45 Jahre alt, ein sehr junger Stadtbezirk, wobei Änderungen immer wieder vorgenommen werden, denn seit dem Mauerfall hat sich über die Hälfte der Einwohner aus den unterschiedlichsten Gründen ausgetauscht.
Durch die vielen jungen Bewohner sind auch Spielplätze und Kitas gut besucht und in keinem anderen Stadtteil von Berlin sind so wenige Einwohner von den staatlichen Leistungen abhängig.
Deshalb ist der Prenzlauer Berg ein oft gewünschter Wohnort besonders für junge Menschen der ganzen Bundesrepublik, die es immer wieder magisch in dieses Stadtgebiet zieht.

Die Kulturbrauerei

In der Kultur- Brauerei trifft man sich schon seit den frühen 90er Jahren, um Projekte in den verschiedensten Bereichen zu planen und zu betreiben, zum Feiern oder einfach sich zu treffen und auszutauschen. Damals war das Gelände noch halb verfallen, was eine besondere Ausstrahlung für die vielen Besucher darstellte.
Die romantische Atmosphäre blieb aber auch nach der Umgestaltung und der Neuerrichtung erhalten, denn inzwischen entstand hier ein Supermarkt, ein Multiplex- Kino und einige exklusive Bars.
Sechs Innenhöfe und über zwanzig Gebäude laden Besucher ein, an verschiedenen Veranstaltungen teilzunehmen. Kulturelle und gemeinnützige Projekte wechseln sich ab und werden von der Kultur- Brauerei GmbH betreut und gefördert.
Eine bayerische Bierbar findet sich auf diesem Gelände von 25.000 Quadratmetern genau so wie ein Fitnessstudio, aber auch Theatergruppen und diverse Verlage, eine eigene Literaturwerkstatt oder aber das Haus der Geschichte mit einer Sammlung zur DDR- Alltagskultur. Das alte Kesselhaus, der Innenhof oder der ganze Komplex werden für Konzerte, Lesungen und Ausstellungen und Märkte verschiedener Art genutzt.
Viele alte Fassadenbeschriftungen zeigen den zahlreichen Besuchern heute immer noch, dass hier früher wirklich die Schultheiß- Brauerei ansässig war.
Mehrere Veranstaltungsräume mit Tanzflächen und Bühne, sowie eine große Billard- Halle bieten für jeden Besucher die passende Freizeitgestaltung.

Prenzlauer Ber Kulturbrauerei

© Fotograf: Olaf Zornow – Kulturbrauerei

Mauerpark Berlin

© Fotograf: Olaf Zornow – Veranstalung Kulturbrauerei

 

Zu erreichen ist die Kulturbrauerei mit der S- Bahn, der U- Bahn, der Straßenbahn oder mit dem eigenen Fahrzeug. Gebührenfreie Parkplätze stehen in der Prenzlauer Allee zur Verfügung, ein Parken im Parkhaus der Kultur- Brauerei gegen Gebühr ist ebenfalls möglich, die Einfahrt zum Parkhaus befindet sich in der Sredzkistraße. Die Anfahrt mit der Bahn erfolgt ab Bahnhof Alexanderplatz mit der Linie M2, hier fährt man in Richtung Steinberg, Haltestelle Schönhauser Allee oder Senefelder Straße aussteigen, das letzte Stück kann man zu Fuß bis zur Kultur- Brauerei gehen.
Die Kultur- Brauerei ist einer der wichtigsten Treffpunkte der kulturellen Szene der Hauptstadt Berlin geworden. Ein bauhistorisches Gebäude und Gelände wird hier vereint mit moderner Kulturlandschaft, über eine Million Besucher aus dem In- und Ausland können hier jährlich besondere Events und Veranstaltungen erleben. Dieser Standort ist jedoch nicht nur Kulturoase, sondern gleichzeitig ein attraktiver Bürostandort. Verschiedene Dienstleistungsbetriebe aus unterschiedlichen Branchen machen diesen Standort auch tagsüber zu einem viel besuchten Ort, das Arbeiten im historischen Ambiente regt an und schafft auch gewisse Freiräume, denn Erholung und Entspannung aller Art gibt es gleich nebenan, denn hier wird auch das Berliner Nachtleben zu einem besonders vergnüglichem Erlebnis.
Das Filmtheater mit seinen acht Sälen und 1.500 Sitzplätzen konnte sich zu einem der erfolgreichsten Kinobetriebe Berlins etablieren, seine Raumatmosphäre muss man selber erlebt haben, um begeistert zu sein.
Arthouse- Filme und ausgewählte Produktionen aus Hollywood werden hier dem verwöhnten Publikum gezeigt, deshalb macht es dieses Kino zu einem beliebten Ort für Filmpremieren.

Gastronomie am Prenzlauer Berg

Im Prenzlauer Berg gibt es sowohl den ältesten Biergarten Berlins, den Prater, aber auch zahlreiche Cafés, Kneipen und Restaurants rund um den Kollwitzplatz, Helmholtzplatz, Kastanienallee und die Gleimstraße. Nacht- Clubs gibt es rund um die Schönhauser Allee, Kino und kulturelle Veranstaltungen gibt es in der Kultur- Brauerei.
Das „Blaue Band“ ist ein besonderes Restaurant, denn hier strahlt und funkelt es dank seiner ausgeklügelten Lichtanlage, so dass man tatsächlich meint, sich an Bord eines riesigen Ozeandampfers zu befinden.
Mit besonderen Utensilien aus Schiffbau und Seefahrt, die Markise, als großes Segel gedacht, das Geländer, welches zum Untergeschoss führt, erinnert an eine Reling, machen den Eindruck komplett. Durch die sehr hohen Fenster kann man den Fernsehturm am Alexanderplatz sehen, bei warmen Temperaturen lädt eine Terrasse ein, ein kühles Getränk zu genießen und die Aussicht zu bewundern.
Im „Monsieur Vuong“ werden Speisen und Köstlichkeiten aus der vietnamesischen Küche angeboten, alle Gerichte werden nach Originalrezepten mit frischen Zutaten zubereitet.
Das Restaurant „Gugelhof“ hat seine Gäste schon von jeher mit elsässischen Spezialitäten verwöhnt, berühmt wurde es aber dadurch, als der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder mit dem ehemaligen US- Präsidenten Bill Clinton im Restaurant Gugelhof einkehrte. Bei deftigen Elsässer Hauptgerichten sollte der Gast nicht gerade an eine Diät denken, denn diese Gerichte sind wahre Kalorienbomben, in den Sommermonaten kann man mit Aussicht auf den Kollwitzplatz im Freien speisen.
Am Prenzlauer Berg hat sich außerdem eine Kneipenszene mit internationalem Flair angesiedelt, sie machen eine Kneipentour für Gäste und Besucher zu einem echten Erlebnis. Restaurants mit Inhabern aus der ganzen Welt laden zum Essen und Feiern ein, für Nachtschwärmer gibt es die passenden Lokalitäten in der Schönhauser Allee und der Greifswalder Straße.
Der Gastronomie-Kiosk "Kauf dich Glücklich" und das "Café Morgenrot" in der Kastanienallee laden Besucher mit wechselnden Ausstellungen und Veranstaltungen ein, hier muss man selber herausfinden, was einem gefällt oder nicht.
Für Berlin-Besucher, die sich vorwiegend mit dem öffentlichen Nahverkehr fortbewegen möchten und auch noch einige Besichtigungen einplanen, für die lohnt sich in jedem Fall die Berlin- Welcome- Card. Eine kostenfreie Benutzung des öffentlichen Nahverkehrs und viele Vergünstigungen und Ermäßigungen bei Eintrittsgeldern machen diese Card bei Berlin- Besuchern beliebt. Ein Verzeichnis, welches jeder Gast dazu bekommt, lässt nachvollziehen, welche Leistungen und Ermäßigungen mit der Berlin- Welcome- Card verbunden sind.
In der „Alte Kantine“ tritt Funky Henning jeden Donnerstag ans Misch- Pult, um den Tanzboden tüchtig durchzuheizen. Der stadtbekannte DJ zieht alleine durch seine Anwesenheit unzählige Besucher an.
Bei „Konnopkes Imbiss“ kann die "beste Currywurst Berlins" essen, der Imbiss befindet sich am U-Bahnhof Eberswalder Straße unter den Schienen und von Montag bis Freitag von 6 bis 20 Uhr kann man hier Currywurst kaufen.

Nachtleben am Prenzlauer Berg

Das „Freizeitheim“ in der Schönhauser Allee ist eine Nachtbar der besonderen Art, hier treffen sich vor allem Lesben und Schwule, aber auch Heteros sind hier anzutreffen, denn die Harmonie, die hier herrscht, lässt alle Gäste einen angenehmen Abend verbringen. Hier wird gefeiert, getanzt oder einfach nur geredet, verschiedene DJ’s legen hier County, Pop, Electro, Soul oder Rock’n Roll auf, alles was gefällt und ankommt. Keller oder Bar, hier ist überall was los.
Die Anfahrt zum „Freizeitheim“ erfolgt mit der U2, der M1 oder M2 bis zur Haltestelle Eberswalder Straße.
Das „Icon“ befindet sich in der Cantianstrasse 15, und existiert schon über 20 Jahre. Hohe Räume, unverputzte Backsteinmauern, wirkt schon fast wie eine Kathedrale, war früher einmal ein Drum n’ Bass –Tempel, heute legt man auf progressiveren Sound großen Wert.
Die „Zentrale Randlage’“ in der Schönhauser Allee 172 bietet Musik vor allen von ausländischen Musikern, diese kommen aus Katalonien, Korea oder Chile. Entweder werden hier Konzerte gespielt oder man tanzt zu aufgelegter Musik. Die Lokalität ist eine ehemalige Kantine des Instituts für Agrarwissenschaften. Die frühere Essenausgabe, wie in den meisten ehemaligen Kantinen eine Klappe, wird hier als Ausschank benutzt.
Der „Duncker- Club“ in der Dunckerstrasse 64 ist eine Adresse für Abende meistens mit Live- Musik, aber auch DJ’s legen hier Musik auf. Hier ist es fast immer voll und belebt, hier trifft man auf viele Lederjacken- Träger, eine heitere und ungezwungene Atmosphäre zeichnet den „Duncker- Club“ aus.
Auf dem Areal der „Kultur- Brauerei“ befinden sich die „Alte Kantine“ und das „Kesselhaus“. Beide sind sehr gute Konzertadressen, aber auch DJs legen zum Tanz für die Besucher auf, eine ungezwungene und lässige Gesellschaft ist hier vorrangig.
Extravaganter geht es da im edlen „Soda-Club“ zu, welcher sich ebenfalls auf dem Gelände der Kultur- Brauerei befindet. Das Umfeld und die Ausstattung dieses Clubs ist wirklich sehr Stil sicher. Die Musik ist von Abend zu Abend sehr verschieden, aber sicherlich für jeden Geschmack etwas dabei.
Auch die „Neue Berliner Initiative“ ist nach mehrmaligem Umzug auf dem Gelände der Kultur- Brauerei ansässig geworden, das Angebot der Musik ist hier sehr groß, an manchen Abenden werden aber auch Lesungen abgehalten.
Das „Bastard“ in der Kastanienallee 7 wiederum befindet sich direkt neben der Prater- Bühne, hier geht es dann auch mal ungezwungen und freier zu. Menschen aus dem Bereich feierten schon immer extravaganter, als andere.
Der „Geburtstagsklub“, welcher sich Am Friedrichshain 33 befindet, hat meistens ein sehr gemischtes Publikum, hier kann man alles antreffen, aber besser, man macht sich selbst ein Bild davon.
In der Straßburger Straße 55 befindet sich die Disco „Steinhaus“, die eine der beliebtesten Partylocation am Prenzlauer Berg ist, mit immer neuen Getränke- Angeboten und Eintrittspreisen von drei Euro lockt sie immer wieder Besucher an, Donnerstags ist Herrentag, so ist der Eintritt an diesem Tag für alle Männer frei. Freitags steigt dann die Party im Friday- Night- Club und samstags legen die DJ’s Musik der 60er, 70er, 80er und 90er Jahre auf.
Der „Knaack-Club“ in der Greifswalder Straße 224 ist eine besondere Adresse für alle, die rockige Konzerte mögen, allerdings befindet sich das Bier nicht nur im Glas, sondern auch auf dem Fußboden, was die Besucher dieses Clubs aber nicht weiter stört.
Ein benachbarter Club, der „Magnet-Club“, ist ebenfalls in der Greifswalderstraße, und zwar in der Nummer 212 ansässig, Live- Kapellen spielen hier zum Tanz auf, für alle, die so etwas mögen, genau das Richtige.
Eine fast durchgängige Party- Meile findet man rund um die Kastanienallee, der „Prater“, ein schon fast historischer Biergarten, man kann hier nicht nur Bier im Schatten der hohen Bäume genießen, sondern auch Konzerte und verschieden Kulturveranstaltungen besuchen.
Die Odenberger Straße hat sich im Laufe der Jahre zu einer einzigen sommerlichen Gartenparty entwickelt, mit ihren vielen Lokalen gleicht sie im Sommer einer Freiluftbühne gleicht.
Nördlich des Mauerparks, am Falkplatz, treffen sich die Menschen vom Kiez zu Grillpartys ganz spontan.
Und auf dem Dach der Schönhauser Arkaden im Deck 5 kann man Strand, ansprechende Drinks und die Aussicht in ruhiger Atmosphäre genießen.
Weiter Highlights befinden sich in der Nähe vom Senefelder Platz, das White Trash ist hier zu empfehlen, in der Saarbrücker Straße befindet sich das beliebte Dunkelrestaurant „Nocti Vagus“.
Nicht weit vom „Gugelhof“ liegt das Nostalghia, ein russisches Kammertheater, welches Tee und rotem Wodka anbietet, das russische Flair nimmt einen ganz einfach gefangen, man befindet sich fast in einer anderen Welt, dieses Haus ist wirklich empfehlenswert.
Die AKBA Lounge in der Sredzkistraße zieht ein anderes Publikum an, ob an der immer vollen Bar, oder im angrenzenden Klubraum, ein Ort zum Wohlfühlen.
Der Pfefferberg,eine ehemalige Brauerei lädt mit einem Biergarten ein, welcher einer der schönsten der Stadt ist. Ein abwechslungsreiches Programm mit immer wechselnder Musik lädt zum Verweilen ein..

Prenzlauer Berg Ernst Thaelmann Park

© Fotograf: Olaf Zornow – Ernst-Thaelmann-Park

Planetarium Thaelmann Park

© Fotograf: Olaf Zornow – Planetarium Thaelmann Park

 

Natur am Prenzlauer Berg

Beim Spaziergang durch den Prenzlauer Berg kann man immer wieder botanische Sehenswürdigkeiten bewundern, uralte Kastanienalleen, Friedhofsgärten mit ihrem besonderen Reiz, frisch gepflanzte Gingko- Bäume, alte Eichen und Weinlaubfassaden, das alles macht den Prenzlauer Berg zum grünen Bezirk inmitten von Berlin. Auf rund 200 Hektar befinden sich fünf große Parkanlagen im Bezirk, der Volkspark Prenzlauer Berg, der Anton- Saefkow- Park, der Thälmann- Park, der Einstein- Park und der Mauerpark.
Der Volkspark liegt an der Grenze der Bezirke Hohenschönhausen und Weißensee, er hat eine Größe von 29 Hektar und ist das größte zusammen hängende Gebiet eine Grünanlage des Bezirkes Prenzlauer Berg. Er entstand nach dem 2. Weltkrieg auf einer Trümmerschutthalde und ist heute ein beliebter Ausflugsort. Eine verschiedenartige Fauna und Flora kann der Besucher entdecken, im Sommer wird dieser Ort gerne von vielen Berlinern bevölkert, die hier die Natur aus nächster Nähe erleben können, oder die sich zum Grillen und Feiern hier mit Freunden und Bekannten treffen.
Der Haupteingang zu diesem Park befindet sich an der Hohenschönhausener Straße und ist mit der M5 oder M6 gut zu erreichen. Durchquert man das große Steintor, welches dem Besucher schon von Weitem sofort auffällt, steht man schon mitten im Grünen, eine sanft ansteigende Rasenfläche führt zu einem Aussichtspunkt, von dem aus man Stadtteile von Berlin überblicken kann.
Benutzt man den Eingang zum Park aus östlicher Richtung vom Stedingerweg her, benutzt man die Buslinien 156 und 200, man passiert hier zunächst eine Kleingartenanlage und eine kleine Wohnsiedlung mit kleineren Straßen, der Eingang des Parks befindet sich in der Sigridstraße, die unmittelbar an den Stedingerweg angrenzt. Eine Blumenrabatte befindet sich rechts und links zum Eingang, verschlungene Waldwege führen auch hier zum Plateau, wenn man sich mehr rechts hält. Vom Aussichtspunkt kann man dann über Grünflächen zum Spielplatz und zu einem kleinen Teich gelangen.
Hier findet man Erholung pur und wären da nicht Geräusche von Autos und Bahnen, könnte man denken, man befindet sich mitten auf dem Land und nicht in der Hauptstadt Berlin.
Der Mauerpark entstand an der Grenze zu den Bezirken Prenzlauer Berg, Wedding und Berlin Mitte, bis 1989 stand hier die Berliner Mauer, aus diesem Grenzstreifen entstand eine Parkanlage mit Spielplätzen, Wiesen und Baumgruppen. Auf einer Fläche von mehr als sieben Hektar erinnert heute nichts mehr an den undurchdringlichen Grenzstreifen, der sich hier befand, und Stadtteile mit der Mauer von einander trennte. Heute gehen hier Menschen friedlich spazieren und Kinder tummeln sich auf vielen Spielplätzen. Der angrenzende Falkplatz bietet ebenfalls botanische Besonderheiten, hier wurden Japanische Zierpflanzen neben Kastanienbäumen, Eschen, Pappeln und Birken angepflanzt.
Im Mauerpark wird unter anderem in der Vornacht zum ersten Mai jedes Jahr die Walpurgisnacht gefeiert, dieses Ereignis zieht jährlich viele Besucher an.
Stadtplätze sind neben Parkanlagen genau so bedeutungsvoll für das grüne Aussehen vom Prenzlauer Berg. Sie wurden alle als grüne Erholungsorte angelegt, und sollten gleichzeitig sozialer Treffpunkt so wie Markt- und Handelsplatz sein. Der Arnimplatz ist hier ein gut erhaltenes Beispiel dafür. Schon im Jahr 1903 wurde der Platz nach Achim von Arnim, einem Dichter der Romantik benannt. Der quadratische Schmuckplatz in der Nähe der Schönhauser Allee wurde im Laufe der Zeit immer wieder abgewandelt und umgebaut. Die Neugestaltung nach dem historischen Vorbild erfolgte endgültig in den 90er Jahren, das Denkmal von Bettina und Achim von Arnim wurde aufgestellt, ebenso wurden Spielplätze und Sportanlagen auf den neuesten Stand gebracht.
Auch der Helmholtz-, Husemann-, Arnswalder, Teutoburger und Kollwitzplatz sind mit einem hohen Baumbewuchs, grünen Rasenanlagen und Spielplätzen ausgestattet. Jeder der Plätze kann seine eigene Geschichte erzählen. Der Helmholtzplatz ist inmitten der Mietshäuser einer der beliebtesten Stadtplätze des Bezirkes.
Unweit vom Helmholtzplatz, in der Pappelallee, befindet sich ein Ort mit einer großen Tradition, der Friedhof der freien religiösen Gemeinde, dieser wird allerdings heute als Park von allen Anwohnern genutzt.
Den Arnswalder Platz, der schon zu Gründerzeiten entstanden ist, kennen die Berliner eigentlich als Ort des „Fruchtbarkeitsbrunnens“, im Volksmund wird er aber wegen seiner außergewöhnlichen Brunnenfiguren „Stierbrunnen“ genannt. Über viele Generationen hinweg waren hier die Biergärten der Brauerei „Bötzow“, in der heutigen Zeit ist dieser Platz noch immer eines der beliebtesten Gebiete vom Prenzlauer Berg wegen seiner Grünanlagen. Hier finden die Anwohner einen Platz zum Erholen und Relaxen. Gleich neben an befindet sich der Park „Friedrichshain“, er gehört zwar nicht mehr zum Bezirk Prenzlauer Berg, aber ein Besuch ist wegen seinem wunderschönen „Märchenbrunnen“ mit den unzähligen Skulpturen unbedingt zu empfehlen.
Die verschiedenen Stadtplätze sind mit ihren Grünanlagen und dem Baumbewuchs, so wie den gepflegten Blumenrabatten Ruhepole zwischen den verschiedenen Verkehrsverbindungen.
Der Prenzlauer Berg weist im Nordosten weniger Grünanlagen auf als im übrigen Bezirk, dem soll durch Neuanpflanzungen entgegen gewirkt werden, durch die Bemühungen der letzten Jahre entstanden auch hier schon grüne und botanisch interessante Anlagen.
An der Bezirksgrenze zu Weißensee befindet sich der Ostseeplatz, durch seinen interessanten und alten Baumbestand, zum Beispiel mit 100jährigen Platanen und schönen alten Rosskastanien, ist er ein lohnenswertes Ausflugsziel. Die Altbaumbestände setzen sich in der angrenzenden Georg-Blank-Straße fort, hier findet man außerdem noch 60 Jahre alte Japanische Zierkirschen, die der Straße ein gewisses Flair verleiht. Alte Eichen findet man am Arnim- und am Falkplatz, die Kollwitzstraße wird wiederum von uralten Platanen überschattet.
Schon im 19. Jahrhundert war es für viele Anwohner vom Prenzlauer Berg Tradition, einen Kleingarten zu betreiben. Die größte Kleingartenanlage befindet sich in der Nähe vom Volkspark. Hierher kommen die Kleingärtner, um Entspannung und Erholung zu finden, inmitten der Großstadt ist das für alle Kleingärtner ein besonderer Ort, denn auch für die Hauptstadt selber sind diese Kleingartenanlagen ein wichtiger Teil der so genannten grünen Lunge mitten im Trubel und dem hohen Verkehrsaufkommen einer Großstadt.

Kunst am Prenzlauer Berg

Innerhalb des Stadtbezirkes Prenzlauer Berg findet man bei Spaziergängen immer wieder Kunst im Freien, besonders vor den öffentlichen Gebäuden, auf verschiedenen Straßen und Plätzen in Grünanlagen stehen hier insgesamt mehr als 90 Kunstwerke, angefertigt von verschiedenen Künstlern. Man kann auf seinen Streifzügen immer wieder Kunstobjekte entdecken, diese Kunstwerke sind meistens dem Ort und der Landschaft angepasst, an welchem sie sich befinden. Außerdem spiegeln sie auf verschiedene Art und Weise die Geschichte des Prenzlauer Berges wieder, die meisten von ihnen sind im Stadtbezirk selber entstanden und somit schon seit ihrer Entstehung mit dem Stadtbezirk Prenzlauer Berg fest verwurzelt.
Auf dem Senefelderplatz wurde am Ende des 19. Jahrhunderts ein Denkmal vom Künstler Rudolph Pohle aufgestellt, dieses war dem Erfinder der Lithographie, Alois Senefelder, gewidmet. Der „Fruchtbarkeitsbrunnen“ von Hugo Lederer war eine der ersten Bildhauerarbeiten im Stadtbezirk Prenzlauer Berg, er wurde im Jahr 1934 am Arnswalder Platz eingeweiht.
Eine sehr bewegte Geschichte hat die Plastik „Mutter mit zwei Kindern“ von Käthe Kollwitz hinter sich, der Bildhauer Gustav Seitz hatte im Jahr 1937 dem Magistrat von Berlin vorgeschlagen, diese Künstlerin mit dem Aufstellen einer Plastik zu ehren, Kurt Tucholsky hatte diese Plastik aus dem Keller der Ateliergemeinschaft in der Klosterstraße gerettet, ehe sie vor dem ehemaligen Wohnhaus von Käthe Kollwitz aufgestellt wurde.
Ab dem Jahr 1970 eröffnete das „Gesetzblatt Kunst am Bau“ besonders den Bezirksämtern die Möglichkeit, drei Prozent der veranschlagten Baumittel für Kunst einzuplanen. Die Standorte, an denen neue Werke aufgestellt werden sollten, konnten nun vom Bezirk mitbestimmt werden. Bei allen geplanten Neubauten von öffentlichen Einrichtungen und Betrieben wurden Kunstobjekte in das Gestaltungskonzept schon bei der Planung mit einbezogen. Besonders jungen Künstlern wurde hier die Chance vermittelt, einen Auftrag für den Bezirk zu verwirklichen. Sabina Grzimeks Brunnenplastik im Pratergarten im Jahr 1981 und Wolfgang Friedrichs „Liegendes Paar“ in der Gubitzstraße von 1972 sind herausragende Beispiele für das Schaffen junger Künstler. Im Jahr 1968 wurde der „Sitzende Junge“ von Werner Stötzer angekauft. Im Volkspark Prenzlauer Berg wurden zur Landschaftsgestaltung Plastiken von Stefan Horota und Erwin Damerow aufgestellt.
Immer wieder wurden im Bezirk Prenzlauer Berg ansässige Künstler mit Aufträgen gefördert, so konnten Arbeiten von Wilfried Fitzenreiter, der „Ruhender Sportler“ im Jahr 1973 angekauft werden. Christa Sammler entwarf für die Schule an der Conrad- Blenkle- Straße eine Stele, beim Umzug des heutigen Gymnasiums in die Dunckerstraße wurde das Kunstwerk mitgenommen und von der Künstlerin noch etwas erweitert.
Natürlich wurden auch politische Denkmäler in den Bezirk gebracht, dafür sorgten Mitte der achtziger Jahre Bezirks- und Parteileitung der SED, das Thälmann- Denkmal von Lew Kerbel, aus dem Jahr 1986 ist Zeugnis davon. Es können aber auch Arbeiten angesehen werden, die politisch kritische Auffassungen gegenüber der DDR darstellten. Der Stadtbezirk Prenzlauer Berg war inzwischen zum Künstler- Viertel geworden, im Jahr 1985 lebten hier ungefähr 300 Maler, Grafiker und Bildhauer sowie 35 Schriftsteller. Sie lebten in diesem Bezirk und konnten in ihren Ateliers ihren künstlerischen Freiraum genießen, zu der Zeit entstand von Karl Biedermanns das Relief „Widerstand“ 1984, das wurde aber von den Auftraggebern abgelehnt, nach der Wende bekam es seinen Platz im Garten an der Gethsemanekirche.
Im Neubaugebiet Greifswalder Straße bekam so die Skulpturengruppe „Drei ruhende Frauen“ 1983 von Baldur Schönfelder ihren Standort und im Thälmann-Wohnpark kamen die „Sonnenuhr“ im Jahr 1986 vom Künstler Joachim Liebscher und die Bronzegruppe „Berliner Typen“ 1986 von Johannes Harbort an die Öffentlichkeit.
Zur gleichen Zeit wurde auch die Möglichkeit genutzt, verschiedene Werke aus den Archiven der Abteilung „Kultur des Magistrats“ für den Prenzlauer Berg zu ordern. Für verschiedene Parkanlagen kamen sechs weitere Arbeiten nach Prenzlauer Berg, so der „Knabe“ von Carin Kreuzberg 1985, die „Träumende“ von Marguerite Blume- Cárdenas aus dem Jahr 1977, wurde aufgestellt in der Kniprodestraße 62 und außerdem die Plastik die „Hockende“ von 1978 von Emerita Pansowová, zu finden am Husemannplatz.
In den Jahren 1988 und 1989 wurden weitere Kunstwerke für die Platz- und Parkgestaltungen beantragt, dieses gelang aber nur teilweise, wie zum Beispiel im Fall der Bronzeskulptur „Nackte vom Ostseeplatz“ von der Künstlerin Anna Franziska Schwarzbach.
Die Figurengruppe „Bettina und Achim von Arnim“ vom Künstler Michael Klein auf dem Arnimplatz, wurde erst nach dem engagierten Auftreten der Anwohner im Jahr 1997 in Bronze gegossen und aufgestellt, da vorher das Geld für den Bronzeguss fehlte.
Für viele Künstler wurden Aufträge nach der Wende ziemlich rar, der öffentliche Bereich konnte die Künstler nicht mehr mit Aufträgen versorgen, nur ab und an gelang es der Kunst-am-Bau-Kommission, Künstlern Aufträge zu vermitteln. So kam im Jahr 1996 Wieland Försters Heinrich-Böll-Stele aus dem Jahr 1988 in den Bezirk Prenzlauer Berg., auch die Figurengruppe „Albert & Einstein“ von Anna Franziska Schwarzbach konnte 1998 in den Neubau des Einsteinparks integriert werden.

Museen am Prenzlauer Berg

Museum für Heimatgeschichte und Stadtkultur
Im 1886 als Gemeindeschule erbauten Gebäude in der Prenzlauer Allee 227 befinden sich zur heutigen Zeit die Unterrichtsräume der Volkshochschule und außerdem die Bibliothek am Wasserturm, sowie der Hauptstandort des Museumsverbundes Pankow. In einer der Ausstellungshallen präsentiert der Museumsverbund immer wieder Sonderausstellungen zur Bezirksgeschichte. Die Sammlung des Museums umfasst eine umfangreiche Archivierung von verschiedenen Gegenständen zur Geschichte der Ortsteile Prenzlauer Berg, Weißensee und Pankow, darunter befinden sich viele Fotos und Dokumente, Postkarten, Karten, Pläne sowie zahlreiche Zeitungsausschnitte. Sonderausstellungen in den Ausstellungshallen kann man von So – Do 10 – 18 Uhr, Dauerausstellungen im ehemaligen Schulhaus Mo – Fr 9 – 19 Uhr besichtigen. Das Archiv und die Bibliothek sind Di 8-13Uhr und Do 13-18 Uhr geöffnet, der Eintritt zu allen Räumlichkeiten ist frei, Führungen müssen gesondert angemeldet werden.

Der Jüdische Friedhof
Auch auf dem Jüdischen Friedhof kann man die Geschichte des Prenzlauer Berges nachvollziehen, viele hoch angesehene Persönlichkeiten des geistigen und kulturellen Lebens sowie aus der Wirtschaft der Stadt Berlin haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden. Bei einem Rundgang kann man Namen wie Max Liebermann lesen, welcher Maler und Präsident der Preußischen Akademie der Künste war, oder Ludwig Bamberger, ein Kämpfer der Revolution vom Jahr 1848. Auch der Bankier und Politiker Eduard Lasker, der Komponist Giacomo Meyerbeer oder aber Gerson von Bleichröder, welcher zeitweise als reichster Mann Deutschlands galt und gleichzeitig Vermögensverwalter des Reichskanzlers Otto von Bismarck war, fanden hier ihre letzte Ruhe. Ein detaillierter Plan mit allen wichtigen Erläuterungen kann man bei der Friedhofsverwaltung bekommen, um auf einem Rundgang noch mehr zu einzelnen Personen und Namen zu erfahren.

Mach – mit- Kindermuseum
Das Mach – mit- Kindermuseum in der Senefelderstraße 6 bietet wochentags bis 18 Uhr, so wie Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr eine Rundgang am Prenzlauer Berg zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten für Geschichte begeisterte Kinder an, nach diesem Stadtrundgang kann das Gesehene von den Kindern gemalt werden, nebenbei werden Geschichten aus dem Bezirk vorgelesen. Diese Rundgänge machen den Kindern großen Spaß, denn diese sind immer wieder ausgebucht.

Georg Kolbe Museum
Das Georg-Kolbe-Museum wurde im Jahr 1950 in der Sensburger Allee 25 eröffnet. Dieser Bildhauer hatte in seinem Testament verfügt, dass sein Haus als Sammelstätte seines Wirkens und Schaffens als Museum eingerichtet werden sollte. Deshalb wurde im Jahr 1949 die Georg-Kolbe Stiftung gegründet, die auch heute noch die Trägerin des Museums ist. Kolbe hinterließ dieser Stiftung sein Haus, seine Werke, sein Archiv, die Bibliothek und seine Sammlung. Die Stiftung selber ist Inhaberin der Rechte am Werk von Georg Kolbe. Das ganze Museum ehrt Kolbe als erfolgreichsten deutschen Bildhauer in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, Werke aus seiner Schaffenszeit sind in diesem Museum zu sehen. Kolbe starb im November 1947 in Berlin. Sein Lebenswerk bestand aus dem historisch bewegten Zeitraum von der Jahrhundertwende bis zur Nachkriegszeit, die er in seinen Arbeiten ausdrückte.

Kultur- Brauerei
In der Kultur- Brauerei in der Knaackstraße 97 wechseln sich in verschiedenen Räumlichkeiten immer wieder Ausstellungen zu unterschiedlichen Themen ab, Vergangenheit und Gegenwart, alles was von Interesse ist, wird in eine Ausstellung gekonnt umgesetzt.

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Eine Antwort auf Prenzlauer Berg Sehenswürdigkeiten Berlin

  • Maurifan sagt:

    Wow…was für ein umfangreicher Inhalt! Ich wohne selbst im Prenzlauer Berg – und bin sehr angetan von den hier aufgeführten Sehenswürdigkeiten!

    Viele Grüße!

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