Kurfürstendamm Berlin

Kurfürstendamm Berlin Ein Ausflug auf den Kurfürstendamm

Berlins wohl berühmtester und geschichtsträchtigster Boulevard erstreckt sich auf einer Länge von 3,5 Kilometern vom Breitscheidplatz in westlicher Richtung bis zum Rathenauplatz im Grunewald. Nach dem Vorbild des Pariser Champs-Elysèes erbaut, galt die 55 Meter breite Prachtstraße seit jeher als Einkaufs- und Vergnügungsboulevard.

 


Siegfried Baier - Pixelio

© Siegfried Baier – Pixelio

 

Nach schweren Kriegsschäden zum “Schaufenster des Westens” erstarkt, ist der Kurfürstendamm auch nach der deutschen Wiedervereinigung geblieben, was er immer war, ein quirliges, lebendiges Stück Berlin, wo es sich elegant stoppen und lecker essen lässt und wo man sich hervorragend kulturell unterhalten lassen kann. Am Kudamm sind Sie einfach mittendrin. Sie spüren den Herzschlag der Millionenstadt und nehmen sich Zeit für Nostalgie, Zeit der Vergangenheit zu begegnen, Zeit Geschichte Revue passieren zu lassen und Zeit für das Gefühl, sich ein bisschen wie Zuhause zu fühlen.

Der Kurfürstendamm ist bequem über die UBahn-Haltestellen Kurfürstendamm und Uhlandstraße zu erreichen. PKW-Fahrer gelangen von der Straße des 17. Juni zum Kurfürstendamm, wenn sie am Ernst Reuter Platz links in die Hardenbergstraße einbiegen. An der Siegessäule führt der Weg über die Hofjägerallee und die Stüler Straße. Parkmöglichkeiten für Kudamm-Besucher befinden sich in der Nähe des Jüdischen Gemeindehauses, in der Joachimstaler Straße, der Uhlandstraße oder der Knesebeckstraße.

Der Breitscheidplatz

Der Breitscheidplatz, zwischen Budapester Straße, Kurfürstendamm und Tauentzienstraße gelegen, bietet den Einstieg in einen Bummel über den Kurfürstendamm. Der ursprüngliche Gutenbergplatz und spätere Auguste-Viktoria-Platz wurde 1889 angelegt und galt als Teil der Berliner Prachtmeile “Generalszug”. Zur damaligen Zeit verlief der Kurfürstendamm direkt über den Platz. 1947 wurde der Platz nach dem von den Nationalsozialisten verfolgten Sozialdemokraten Rudolf Breitscheit benannt. In den Folgejahre galt er als zentraler Platz Westberlins und bildete das Gegenstück zum in Ostberlin befindlichen Alexanderplatz. Der Breitscheidplatz wurde mehrfach umgestaltet, zuletzt im Jahre 2006. An der Nordseite wurde ein Zugang zur Budapester Straße geschaffen. In den Boden eingebrachte Beleuchtungskörper schaffen in den Abendstunden eine besonders stimmungsvolle Atmosphäre. Für Touristen mit Sicherheit von Interesse ist, dass der Breitscheidplatz über das modernste WC-Center der Hauptstadt verfügt. Am Eingang des “Klo-Palastes” stoßen Sie auf eine Bronzetafel, welche an den Namensgeber Rudolf Breitscheid erinnert, welcher 1944 im Konzentrationslager Buchenwald ermordet wurde.

Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

Der Breitscheidplatz wird beherrscht von der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Die 63 Meter hohe Turmruine gilt als eines der Wahrzeichen Berlins. Einst war der 103 Meter hohe Turm der ganze Stolz des neoromanischen Gotteshauses, welches in den Jahren 1891 bis 1895 von Franz von Schwechten zu Ehren Kaiser Wilhelms I. erbaut wurde. Als Vorbild der in Form eines lateinischen Kreuzes errichteten Kirche dienten die prächtigen Sakralbauten des Rheinlandes. Kaiser Wilhelm II. machte die Kirche zum Mittelpunkt seines “Romanischen Forums”. Am 1. September 1895 wurde der stolze Repräsentationsbau mit einer großen Militärparade eingeweiht. Wenig später wurde in unmittelbarer Nähe das Kaufhaus des Westens errichtet und die Berliner verpassten der Kirche im Gegenzug den Beinamen “Taufhaus des Westens”. Ein Bombenangriff am 23. November 1943 fügte der Kirche schwere Schäden zu. Allerdings war das Gotteshaus nach dem II. Weltkrieg lange nicht so zerstört, wie es Ihnen heute erscheinen wird. Das Kircheninnere wurde nach dem Krieg noch für Gottesdienste und Konzerte genutzt. Da die Kirche den Verkehrsfluss auf dem Breitscheidplatz behinderte, drohte ihr jedoch der Abriss. Auch der mit der Neugestaltung beauftragte Architekt Egon Eiermann plädierte für den Abriss. Ihm strebte ein moderner Kirchenneubau vor. Doch die Berliner leisteten heftigen Widerstand. Laut Berichten des “Tagesspiegels” sprachen sich 90% der Befragten für den Erhalt der Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche aus. So blieb der Turmstumpf als Mahnmal erhalten. Egon Eiermann ergänzte das historische Relikt in den Jahren 1959 bis 1961 um einen sechseckigen Neubau, welchen Glaswaben in ein bläuliches Licht tauchen. Die Berliner bedachten den Neubau, welcher über eine Kapelle und einen Glockenturm verfügt, mit dem glamourösen Spitznamen “Lippenstift und Puderdose”. Der Turm der ursprünglichen Kirche dient heute als Mahnhalle. Mosaikreste und Fotos dokumentieren die Geschichte des Bauwerkes. Weiterhin wurden die beschädigte Christusfigur, welche den einstigen Altar zierte, sowie ein Nagelkreuz aus der Kathedrale von Coventry aufgestellt.

 

Thomas Röske - Fotolia.com© Fotograf: Thomas Röske – Fotolia.com

 

Der Kurfürstendamm und seine Theater

Die Boulevardtheater am Kurfürstendamm haben eine lange Tradition. Die Kinos glichen wahren Palästen und ein illustres Publikum versammelte sich zu glanzvollen Uraufführungen.

Theater am Kurfürstendamm

Das Theater am Kurfürstendamm befindet sich im Kurfürstendamm-Karree und zählt zu den bekanntesten Privattheatern Deutschlands. Das Theater bezog 1921 Quartier im Domizil der Künstlergruppe Berliner Secession. Für den Umbau verantwortlich war Oskar Kaufmann, welcher mehreren Berliner Theatern zu neuem Glanz verhalf. Das Ensemble konnte sich 1928 unter der Regie von Max Reinhardt etablieren. Der kreisrunde Zuschauerraum mit seinen in die Wände eingelassenen Logen ist bis heute erhalten geblieben. Nach dem Krieg wurde das Haus mit Shakespeares “Sommernachtstraum” wieder eröffnet. Bei der Errichtung des Kudamm-Karrees wurde die Spielstätte in das neu erbaute Hochhaus integriert. Ursprünglich war auch die Schließung der Einrichtung und die Schaffung eines separaten Theaterraumes im Kudamm-Karree im Gespräch. Dagegen stellte sich der Verein “Rettet die Kudamm-Bühnen“, welchem namhafte Schauspieler angehörten. Heute erleben Sie im Theater am Kurfürstendamm gesellschaftskritisches Boulevardtheater. Tür an Tür befindet sich die Komödie am Kurfürstendamm, wo garantiert leichte Kost Ihre Lachmuskeln strapazieren wird.

Kleiner Ausflug in die Kinogeschichte

Zu den spektakulärsten Neubauten der Nachkriegszeit zählte das 1956 an der Ecke Kurfürstendamm/Bleibtreustraße errichtete “Metro-Goldwyn-Meyer”. Das zur damaligen Zeit modernste Filmtheater Deutschlands verfügte über 1 000 Plätze. Mitte der 1970er Jahre erfolgte die Umbenennung in “Olympic”. Im Jahre 1976 wurde das Haus geschlossen und ein Jahr später schließlich abgerissen. Heute befindet sich am Kurfürstendamm Nummer 197 ein Wohn- und Geschäftshaus.
Für besondere Bedeutung für die Kulturszene am Kurfürstendamm ist Haus Nummer 68. Hier eröffnete 1922 der Emelka-Palast. Über die Leinwand flimmerte hier der erste deutsche Tonfilm aller Zeiten. Kaum jemand wird sich heute an “Das Leben auf dem Dorfe” erinnern. Die gefeierten Stars des 15minütigen Streifens waren grunzende Schweine und krähende Hähne.

Zoo-Palast

Vis a Vis des Kudamm-Ecks befindet sich der Zoo Palast. Er wurde 1956 auf historischem Boden erbaut. Im “Palasttheater am Zoo” wurden hier bereits 40 Jahre früher Filme gezeigt. Das Haus wurde 1925 von der UFA übernommen und verfügte über ein hauseigenes Ballett und Orchester. Ins Auge fallen wird Ihnen das Kino auf Grund seiner markanten Fassadengestaltung aus hellgelben Keramikplatten. Nicht zu übersehen sind auch die großflächigen Filmreklamen, welche traditionell von Hand gefertigt werden. Das Haus verfügt über neun Säle und 2 758 Plätze. Zwischen 1957 und 1999 diente der Zoo-Palast als zentrales Wettbewerbskino der Berlinale. Heute finden hier nur noch gelegentlich Premieren statt.

Astor Film Lounge

Gegenüber des legendären Café Kranzler finden Sie die Astor Film Lounge. Das erste Premiumkino Deutschlands wurde im Jahre 2008 in den Räumlichkeiten des einstigen Filmpalastes Berlin eröffnet. Der Unternehmer Joachim Flebbe ließ sich den Umbau 800 000 Euro kosten. Sie erleben in der Astor Film Lounge Kino mit Genuss. Dafür sorgen verstellbare Kinosessel, lederne Fußhocker, Beistelltische und ein gepflegtes Speisen und Getränkeangebot.

Maison de France

Am Kurfürstendamm Nummer 211, einem Mietswohnhaus aus dem Jahre 1897, befindet sich das Maison de France. Die französische Militärregierung veranlasste nach Kriegsende den Umbau des Gebäudes in ein französisches Kulturhaus. Hier haben das Institut Francais und das Kino Cinema Paris ihren Sitz. Es werden Sprachkurse, Lesungen, Ausstellungen und Seminare veranstaltet. Im Jahre 1995 wurde das Bureau du Théatre eröffnet. Es hat es sich zur Aufgabe gemacht, die deutsch-französischen Theaterbeziehungen zu fördern. Sie können hier vielfältige Gastspiele französischer Ensembles erleben.

Schaubühne am Lehniner Platz

Die Schaubühne am Lehniner Platz wurde 1928 von Erich Mendelsohn als “Universal-Filmtheater” erbaut. Der imposante Rundbau galt als größtes Kino Berlins. Die Schaubühne selbst arbeitet seit 1962 als freie Theatergruppe. Weltruf erlangte die Spielstätte durch das Ensemble um Peter Stein, welcher vormals die Schaubühne am Halleschen Tor leitete. Jürgen Sawada leitete die Umbauarbeiten im Jahre 1981. Heute verfügt das Haus über drei Spielstätten. Dem Ensemble gehören so berühmte Schauspieler wie Bruno Ganz, Max Tidof oder der unlängst verstorbene Ulrich Mühe an. Zur Aufführung gelangen zeitgenössische Klassiker.

Marmorhaus

Zu den beeindruckenden Bauten am Kurfürstendamm zählt das 1913 von Hugo Päl erbaute Marmorhaus. Das Kino, mit seinem Walmdach und der über alle fünf Etagen reichenden Fassade aus weißem schlesischen Marmor, symbolisierte den Baustil der Moderne. Im Foyer beeindrucken Wand- und Deckenmalereien des Expressionismus, ebenso perfekt erhalten ist die farbige Glasdecke im Foyer. Die Ufa baute das Haus 1975 großflächig um und errichtete mehrere Schachtelkinos. In den 1980er Jahren fanden im Marmorhaus regelmäßig “Lange Filmnächte” statt. 1998 wurde das Haus komplett saniert und die Schachtelkinos wieder entfernt. Jedoch zeichnet sich ab, dass zahlreiche Besucher den neu entstandenen Multiplex Kinos den Vorrang gaben. Dennoch kam das Aus für das älteste Kino am Kudamm im Jahre 2001 für Viele vollkommen überraschend. Heute hat eine Modekette in den historischen Mauern Einzug gehalten.

 

Kunstzirkus - Pixelio

©Kunstzirkus – Pixelio

Kunstzirkus - Pixelio

© Kunstzirkus – Pixelio

 

Die Museen am Kurfürstendamm

Sie können einen Bummel über den Kurfürstendamm auch mit einem interessanten Ausstellungsbesuch verbinden

Käthe Kollwitz Museum

So befindet sich an der Ecke Fasanenstraße das Käthe Kollwitz Museum. Sein Domizil bezog das Museum im ältesten Haus des Straßenzuges, einem 1871 errichteten kleinen Palais im neobarocken Stil. Das private Museum entstammt zum Großteil der Sammlung des Berliner Kunsthändlers Hans Pels-Leusden. Auf vier Etagen erhalten Sie Einblick in das Schaffen der in Königsberg geborenen Wahlberlinerin Käthe Kollwitz. Im Erdgeschoss sind Fotos, Plakate und Briefe ausgestellt. Ihr sozialkritisches Werk, welches unter anderem in den Zyklen “Weberaufstand” und “Bauernkrieg” Ausdruck findet, können Sie in der 1. Etage besichtigen. Die mit einem Berliner Arzt verheiratete Künstlerin hatte in den Weltkriegen einen Sohn und einen Enkel verloren. Dies bewog sie zu ihren Darstellungen von Krieg, Armut und Hunger, mit denen sie Berühmtheit erlangte. In der zweiten Etage wird der Themenkomplex Mutter und Kind präsentiert, weiterhin ist das Schaffen für den Arbeiterführer Karl Liebknecht zu sehen. Den Abschluss der Ausstellung bildet eine mehr als zwei Meter große Skulptur der Künstlerin. In wechselnden Abständen finden Sonderausstellungen, Lesungen, Vorträge und Filmvorführungen statt. Haben Sie Gefallen am Werk von Käthe Kollwitz gefunden, können Sie in der Neuen Wache eine Vergrößerung der Skulptur “Mutter mit totem Sohn” bewundern.

Teddy-Museum

In das Haus am Kurfürstendamm 147 zog 1996 das erste Teddy-Museum der Welt ein. Florentine C. Bredow scharrte 5 000 plüschige Gesellen um sich und fand damit Erwähnung im Guiness Buch der Rekorde. In sechs Räumen konnte man in der 7. Etage des Gebäudes Kindheitserinnerungen wahr werden lassen. Zu den Attraktionen zählte ein Steiff Bär von 1902. Der Schwerpunkt der Ausstellung lag auf Schuhknopf-Augen-Teddys aus den Jahren 1910 bis 1920. Besucher konnten am Stammtisch Platz nehmen und in alten Fotoalben blättern. Vor wenigen Jahren zog die Sammlung um und kann nun im oberfränkischen Hof besichtigt werden.

Story of Berlin

Auch für Museumsmuffel garantiert zum Erlebnis wird der Besuch der Story of Berlin, im Kudamm-Karrée. Das Erlebnismuseum lässt Sie in 23 Räumen Berliner Geschichte mit allen Sinnen erleben. Die knatternden Geräusche eines Trabant hallen durch das Alterberliner Treppenhaus. Begehbare Kulissen entführen in die Zeit der Stadtgründung, zeigen die letzte Staatskarosse Erich Honeckers und dokumentieren den Fall der Mauer. Dabei werden Sie nicht nur schauen, sondern auch hören und riechen. Multimediale Geniestreiche machen es möglich. Damit es auch Kindern auf keinen Fall langweilig wird, hat sich der kleine Bär in den Ausstellungsräumen versteckt und möchte gefunden werden. An den Wochenenden werden ab 15.00 Uhr zweistündige Führungen durch das Museum angeboten. Zur Ausstellung zählt auch ein Atombunker unter dem Kurfürstendamm, von dessen Existenz die wenigsten Leute etwas zu wissen scheinen. Er wurde in den 1970er Jahren angelegt und kann bis zu 3 600 Menschen aufnehmen und bis zu zwei Wochen mit Luft, Wasser und Lebensmitteln versorgen. Das Museum ist täglich zwischen 10.00 und 20.00 Uhr geöffnet. Die letzte Führung durch den Bunker beginnt um 18.00 Uhr.

Shoppingerlebnis Kurfürstendamm

In einer eleganten Wohngegend wie dem Kurfürstendamm legte man Wert auf Eleganz und Schick. Erste Geschäfte ließen nicht lange auf sich warten und bereits in den 1920er Jahren war eine intensive gewerbliche Nutzung des Boulevards zu vermelden. Nach und nach waren alle Branchen vertreten und es blieben keine Wünsche der anspruchsvollen Kundschaft offen.

Kaufhaus des Westens

Mit dem Kaufhaus des Westens in der Tauentzienstraße wurde die Zukunft des Kudamms als Einkaufsboulevard besiegelt. Das KaDeWe wurde nach einer Bauzeit von nur 260 Tagen am 21. März 1907 eröffnet. Zeitgenossen beschrieben den Bau als “edelsten Typ des modernen Warenhauses”. Entstanden war kein prunkvoller Shoppingtempel, sondern ein eher zweckmäßiger Bau, welcher mit seiner schlichten Fassade harmonisch in das Gesamtbild passte. Die zweckentsprechende, schlichte aber dennoch elegante Innenausstattung beeindruckte. Zahlreiche Extras ließen aufhorchen. So verfügte das KaDeWe über einen Teesalon oder eine Leihbibliothek mit Lese- und Schreibsälen. Weiterhin für Aufsehen sorgte ein 18 Kilometer langes Rohrsystem, welches die 154 Kassen des Hauses miteinander verband. In wenigen Sekunden gelangte so das Geld und die Rechnung des Kunden mittels einer Kapsel an die Zentralkasse und die Quittung und das Wechselgeld zurück zum Kunden. Heute gilt das Kaufhaus des Westens als bekanntestes Warenhaus Deutschlands und einen Besuch sollten Sie keinesfalls versäumen. Auf sieben Etagen erwarten Sie 60 000 Quadratmeter Verkaufsfläche. Nahezu 400 000 Artikel wandern tagtäglich über die Ladentische. Besonders beliebt ist die Feinkostabteilung in der 6. Etage. Mehr als 100 Köche verwöhnen hier ihre Kunden mit internationalen Köstlichkeiten. Für kurze Wege im KaDeWe sorgen 64 Rolltreppen. Das Kaufhaus des Westens steht als Sinnbild für modernes und exklusives Shopping und als Vorreiter des Kurfürstendamms als Einkaufsboulevard.

Europa-Center

Das Europa-Center befindet sich am Breitscheidplatz und entstand als erstes Berliner Hochhaus anstelle des einstigen “Romanischen Cafés”, welches in den 1920er Jahren als Domizil der Kunstszene galt. Architekt Karl Heinz Pepper zeichnet für das zwischen 1963 und 1965 errichtete Gebäude verantwortlich. Viele setzten das Europa-Center mit den New Yorker Rockefeller Center gleich und verliehen dem Gebäude den Beinamen “Peppers Manhattan”. Das von einem zehn Tonnen schweren Mercedesstern gekrönte Gebäude verfügt über 80 000 Quadratmeter Fläche. In den ersten Jahren nach der Eröffnung galt die Kunsteisbahn im Erdgeschoss als Attraktion. Sie wurde auch im Sommer betrieben und da die Anlage nicht überdacht war, landete an warmen Tagen so mancher elegante Eiskunstläufer in einer Pfütze und hatte die Lacher der Passanten auf seiner Seite. Bei ersten Umbauarbeiten im Jahre 1976 wurde die Kunsteisbahn entfernt. Heute bieten Ihnen mehr als 70 Geschäfte eine breite Auswahl. Allein der Elektromarkt Saturn verfügt über 10 000 Quadratmeter Angebotsfläche. Im Untergeschoss finden Sie die Spielstätte des Berliner Kabaretts “Die Stachelschweine”. Im westlichen Innenhof sehen Sie, wie die Zeit durch ein 13 Meter hohes Glasobjekt fließt. Die beeindruckende Arbeit stammt vom Pariser Physiker Bernard Gitton. Als Anziehungspunkt gilt das “Berlin Window” in 86 Meter Höhe. Von der Aussichtsplattform des 22 Etagen umfassenden Wolkenkratzers genießen Sie einen der schönsten Blicke auf Berlin.

Kudamm Karrée

Das Kudamm Karrée finden Sie zwischen Fasanen-, Knesebeck- und Uhlandstraße. Der Gebäudekomplex entstand Anfang der 1970er Jahre. In den Einkaufspassagen finden Sie schicke Schuhmode von GEOX, die berühmten Zigarren von Peter Clavis oder Filialen des Lebensmitteldiscounters Kaisers und der Drogeriekette Rossmann. Weiterhin können Sie im Restaurant Dressler auf der Terrasse das unverwechselbare Flair des Kudamms genießen. Nachtschwärmer kommen in den Bars und urigen Kneipen im Durchgang zur Lützenburger Straße auf ihre Kosten. Den Mittelpunkt des Kudamm Karrées bildet ein 20 Stockwerke umfassender Büroturm. Das Gebäude durfte nicht höher als das wenige Jahre zuvor entstandene Europa-Center erbaut werden. Weiterhin bestanden die damaligen Behörden darauf, das Hochhaus zurück zu versetzen, so dass es von den Passanten des Kurfürstendamms beinahe übersehen würde. Heute zählt der Bau zu den modernsten Bürotürmen der Stadt und die Mieter profitieren von einem traumhaften Ausblick auf den Kudamm und die Bezirke Wilmersdorf und Charlottenburg.

Weitere Shopping Adressen am Kurfürstendamm

Als eine der ersten Adresse für nobles Shopping gilt das Kempinski Plaza. Das 1993 fertig gestellte Geschäftshaus verbindet die Fasanen- und die Uhlandstraße durch eine Passage. Sie werden hier schnell feststellen, das Mode durchaus ihren Preis haben kann. Weihrauchduft lockt Sie am Kurfürstendamm Nummer 60 in eine andere Welt. Inmitten von Teppichhändlern und Auktionshäusern befindet sich die Ikonen Galerie T. Mönius. Die Wände des Geschäftes zieren unzählige Holztafeln mit Heiligenportraits. Eine seit 1950 bestehende Trendmarke finden Sie mit Wolford im Haus Nummer 48. Hier finden Sie Legwear und Ready-to-Wear aus edelsten Materialien, wie Seide, Viskose oder Merinowolle, kreiert von Designern wir Kenzo oder Vivienne Westwood. Garantiert den Durchblick behalten Sie bei Friedrich`s & Campbell am Kudamm Nummer 188. Die Firma wurde 1816 in Hamburg gegründet und zählt zu den ältesten Optikergeschäften weltweit. Die eigenen Kollektionen stehen für hohen Tragekomfort und zeitlose Eleganz. Gesund schlafen lautet die Devise bei Samina am Kurfürstendamm Nummer 197. Hier können Sie sich umfassend über die von Schlafexperten Günter W. Amann-Jennson entwickelten Schlafsysteme informieren lassen. Hemden und Blusen nach Maß aus besten Stoffen finden Sie bei Van Laack, am Kurfürstendamm Nummer 213. Großer Beliebtheit erfreut sich die Lange Nacht des Shopping, welche im Frühjahr und Herbst, an den Tagen der Zeitumstellung in den Geschäften um den Breitscheidplatz durchgeführt wird.

Das Literaturhaus

Nicht versäumen sollten sie auch eine Besuch des Literaturhauses in der angrenzenden Fasanenstraße. Es bildet einen Teil des Wintergarten-Ensembles aus wilhelminischer Zeit. Die Stadtvilla bewahrt ein Stück Tradition und hält die Erinnerung an den einstigen “Boulevard der Literaten” lebendig. Der Backsteinbau wurde 1873 errichtet und blickt auf eine wahrlich bewegte Geschichte zurück. Er fungierte als Volksküche, als Lazarett oder als Bordell. In den 1930er Jahren nahmen ihn dann die Literaten der expressionistischen “Rabenpresse” in Besitz. Für Ausstellungen und Veranstaltungen umgebaut wurde das Literaturhaus im Jahre 1986. Im gemütlichen Kaminzimmer in der ersten Etage finden sich Autoren aus der ganzen Welt zu Lesungen ein. Die Edition “Texte aus dem Literaturhaus Berlin” ist zum Markenzeichen geworden. Zu den im Haus durchgeführten Ausstellungen und Veranstaltungen werden Hörspiele, Theaterstücke und Kataloge herausgegeben. Im Souterrain können Sie sich in der Buchhandlung Kohlhaas & Company auf die Suche nach ihrem ganz persönlichen Lesestoff begeben. Ein kulturell aufgeschlossenes Publikum findet sich im Café Wintergarten ein. Hier können Sie in Zeitungen aus aller Welt schmökern und im Sommer die idyllische Gartenterrasse genießen.

Der Kurfürstendamm und seine Kaffeehaustradition

Die Cafés auf dem Kurfürstendamm sind Kult. Hier trafen sie sich alle. Hier wurde philosophiert, rezitiert, debattiert und gereimt bis zum Morgengrauen. Stammgäste wie Frank Wedekind, Joachim Ringelnatz oder Richard Strauss schätzten die anregende Atmosphäre des Boulevards und ließen in dem gemütlichen Kaffeehäusern so manches Kunstobjekt entstehen.

Café Kranzler

Das Café Kranzler, an der Ecke zur Joachimstaler Straße, ist das Kult-Café Berlins schlechthin und einer der ersten Höhepunkte eines Bummels über den Kurfürstendamm. Johann Georg Kranzler begründete 1825 mit dem “Unter den Linden” die Wiener Kaffeehaustradition an der Spree. Er setzte auch bei den Behörden den zur damaligen Zeit einer Sensation gleichenden Terrassenbetrieb durch. Ehrensache, dass die Hofkonditorei auch auf dem legendären Kudamm präsent sein wollte. Im Jahre 1934 konnte die Filiale eröffnet werden. Dieses Ereignis wurde überschattet von einem zu beklagenden Todesfall. Zwei Jahre zuvor hatte sich ein Maler bei den Umbauarbeiten tödliche Verletzungen zugezogen, als er mit der offenen Leitung einer Leuchtreklame im Berührung kam, von der Leiter stürzte und sich einen Schädelbruch zuzog. Nach dem II. Weltkrieg wieder eröffnet, stieg das Café Kranzler binnen weniger Jahre zu einem Wahrzeichen Berlins auf. Der Kaffeehausbetrieb erstreckte sich auf zwei Etagen, welche durch eine Marmor-Wendeltreppe verbunden waren. Seit dem Jahr 2000 ist das Café Kranzler in das neue Kranzler-Eck integriert. Die Plätze unter den traditionellen rot-weißen Markisen sind nach wie vor heiß begehrt. Genießen Sie den unverwechselbaren Charme des Cafés Kranzler, bei Musik der Goldenen 20er Jahre, deutschen Schlagern oder einem romantischen Candle-Light-Diner.

Café Möhring

Auch das im Jahre 1898 eröffnete Café Möhring galt als eine der Top-Adressen auf dem Kurfürstendamm. Als das Café im Jahre 2000 geschlossen wurde, zog dies heftige Debatten nach sich. Heute hat im Haus Nummer 213 die Galerie Brusberg ihr Domizil.

Café Leysieffer

Im Jahre 1909 eröffnete Ulrich Leysieffer das sich noch immer in Familienbesitz befindliche Café. Seit 1936 machte sich das Haus einen Namen in der Pralinenherstellung. Nach schweren Kriegszerstörungen konnte das Café 1950 wiedereröffnet werden. Weithin ein Begriff geworden sind die “Himmlischen”, Pralinen mit einer besonders zart schmelzenden Füllung. Das Erfolgsrezept des Hauses ist die Verwendung von natürlichen, erlesenen Zutaten, woraus wahre süße Kunstwerke entstehen.

Restaurants am Kurfürstendamm

Auch kulinarisch setzte der Kurfürstendamm bereits früh Maßstäbe. In beinahe jedem Haus konnte man ein Café, ein Restaurant oder eine Bar finden. So international wie der Ruf des Boulevards, so vielfältig lasen sich auch die Speisekarten. Neben französischen oder italienischen Restaurants fand man bayrische Bierschänken, ‘Gutbürgerliches von der Spree oder ungarische, russische und amerikanische Küche. Auch heute sollten Sie es sich nicht nehmen lassen, sich in einem der zahlreichen Restaurants kulinarisch verwöhnen zu lassen.

Cadadia

Bei Cadadia am Kurfürstendamm Nummer 188 wird jeder zum “Suppenkaspar”. Die Suppenbar zaubert köstliche Kreationen aus frischen Zutaten, verfeinert mit leckeren Kräutern. Die Gerichte wechseln wöchentlich. Im Angebot sind auch Salate und Desserts. Auf Wunsch gibt es die ganze Suppenpalette auch zum Mitnehmen.

Ciao

Im Traditionsrestaurant Franco Francuccis am Kudamm 156 ist die herkömmliche Pizza von der Speisekarte verschwunden. Nach umfangreichen Umbauarbeiten serviert das Restaurant am Lehniner Platz heute gehobene mediterrane Speisen. Die offene Küche ist ein Blickfang. Bedient werden Sie bis Mitternacht.

Universum Lounge

Wenn Sie auf ausgefallene Cocktails und ein außergewöhnliches Ambiente stehen, sind Sie in der Universum Lounge am Kurfürstendamm 153 richtig. Weißes Leder, poliertes Holz und gold glitzernde Cocktailkarten zaubern Luxus und Wohlfühlatmosphäre.

Marché

Wo man in den 1920er Jahren seine Gäste in “Mampes Gute Stube” begrüßte, hat heute das Selbstbedienungsrestaurant Marché Einzug gehalten. Am Kudamm 14/15 können Sie sich selbst auf gehobenem Niveau mit Essen versorgen. Zur Auswahl stehen 30 kalte und warme Gerichte der internationalen Küche. Ein Plus für eilige Berlin-Touristen, es entstehen so gut wie keine Wartezeiten.

Knese Berliner Speiselokal

Wenn Sie Altberliner Flair erleben möchten und die deftigen Spezialitäten von der Spree schätzen, dann sollten Sie bei Knese einkehren. Zwischen 11.00 und 01.00 Uhr werden von Eisbein bis Kartoffelsuppe Schmankerl der Berliner Küche serviert.

Daimlers Restaurant

Am Kudamm 203 können Sie in Daimlers Restaurant und Weinhandel mehr als 100 edle Tropfen aus deutschen Anbaugebieten probieren. Daneben wird eine moderne, kreative Küche geboten, welche regionale Produkte zu wahren Köstlichkeiten vollendet.

Balthazar

In den historischen Räumlichkeiten des Gründerzeitpalais am Kurfürstendamm 160 serviert Küchenchef Holger Zurbrüggen internationale Küche mit Niveau. Highlight des Restaurants ist der vier Meter lange Tisch, an dem die legendären 12-Gänge-Menüs serviert werden. Dazu wird aus der 12-Liter-Flasche nachgeschenkt.

Übernachten am Kurfürstendamm

Louisas-Place

Das 5-Sterne-Hotel Louisas-Place am Kurfürstendamm 160 lässt die gute alte Zeit noch einmal lebendig werden. Das klassizistische Ambiente wurde mit viel Liebe zum Detail gestaltet und eine modernste technische Ausstattung lässt keine Wünsche offen.

Hollywood Media Hotel

Wie ein Filmstar fühlen können Sie sich im Hollywood Media Hotel, am Kudamm 202. Das Haus ist eine wahre Hommage an die Glanzzeiten des Filmboulevard. Jedes der 180 Zimmer ist einem speziellen Leinwandhelden gewidmet. Zahlreiche Poster und Fotografien komplettieren das außergewöhnliche Flair dieses Hotels.

Kempinski

Am Kurfürstendamm 27 wurde 1952 das Kempinski als erstes in der Nachkriegszeit entstandenes Hotel eröffnet. Der Name steht für erstklassige Hotellerie und geht zurück auf das in den 1920er Jahren hier beheimatete Restaurant “Kempinski”. Damals wurden täglich bis zu 2 000 Gäste bedient. Halbe Portionen zu halben Preisen machten Luxus auch für sozial schwächer Gestellte bezahlbar. Am Eingang erinnert einer Gedenktafel an das Schicksal der jüdischen Hotel-Familie Kempinski

Markante Bauten am Kurfürstendamm

Das Neue Kranzler Eck

Zwischen Kurfürstendamm, Kantstraße und Joachimstaler Straße errichtete der amerikanische Stararchitekt Helmut Jahn in den Jahren 1998 bis 2000 das Neue Kranzler Eck. Auf dem so genannten Victoria-Areal waren bereits ab 1955 Ladenzeilen, Restaurants und ein Warenhaus entstanden. Der verglaste Neubau umfasst 16 Etagen und besitzt eine durchgängige Passage zwischen Kantstraße und Kurfürstendamm. Zum Neuen Kranzler Eck zählen das Café Kranzler, der Altbau der Viktoria-Versicherungen, sowie das einstige Bilka-Kaufhaus, wo heute Karstadt eine Filiale betreibt. Blickfang am Neuen Kranzler Eck ist eine spitz zulaufende und weit in den Kurfürstendamm ragende 54 Meter hohe Kante mit der Lichtinstallation “Lichtburg”. Im Zentrum des Komplexes befinden sich kegelförmige Volieren, welche mit Fasanen, Enten und Sittichen bestückt sind. Im Innenhof finden Wochenmärkte statt.

Kantdreieck

Zwischen Kant- und Fasanenstraße erhebt sich ein elfgeschossiges Bürohochhaus. Architekt Josef Paul Kleihus wurde hierfür Mitte der 1990er Jahre mit dem Architektenpreis geehrt. Zu einem neuen, markanten Wahrzeichen Berlins wurde das auf dem Dach angebrachte 36 Meter hohe Blechsegel, welches in alle Richtungen beweglich ist.

Iduna-Haus

Einen Eindruck von der ursprünglichen Bebauung des Kurfürstendamms erhalten Sie am Olivaer Platz. Am Kurfürstendamm 59/60 erhebt sich eines der letzten großbürgerlichen Wohnhäuser. Das fünfgeschossige Gebäude wurde 1907 erbaut und symbolisiert, mit seinen Erkern, Balkonen und Giebeln, eindrucksvoll die verschwenderische und protzige “kurfürstendammsche Architektur”. Ähnliche Gebäude finden Sie, wenn Sie in Richtung Breitscheidplatz laufen, mit den Hausnummern 208, 213 oder 218. Gewöhnungsbedürftig für Touristen sein dürfte die Nummerierung der Häuser am Kurfürstendamm. Sie werden auf einer Straßenseite durchgängig hinauf nummeriert und laufen am Ende der Straße wieder zurück. So ist es am Kudamm die Regel, dass die höchste stets der niedrigsten Hausnummer gegenüberliegt.

Jüdisches Gemeindehaus

Das Jüdische Gemeindehaus wurde in der Fasanenstraße anstelle der 1912 errichteten Synagoge erbaut. Berlin verfügte, mit etwa 9 000 Mitgliedern, über die größte jüdische Gemeinde Deutschlands, welche in ihren Ursprüngen bis auf das 13. Jahrhundert zurückgeht. Die Architekten Dieter Knoblauch und Hans Heise nutzten für die Fassadengestaltung des 1959 fertig gestellten Gebäudes Teile der von den Nationalsozialisten in der Reichspogromnacht vom 9. November 1938 niedergebrannten Synagoge. Das Gebäude umfasst, neben Räumlichkeiten für den Gottesdienst, auch Versammlungsräume, die Jüdische Volkshochschule und eine 60 000 Bände umfassende Bibliothek. In der Säulenhalle sind die Namen von Konzentrationslagern und jüdischen Gettos aufgeführt. Jährlich im November ist das Jüdische Gemeindehaus Schauplatz der Jüdischen Kulturtage. Vor dem Eingang erinnert die Skulptur einer zerstörten Thorarolle, welche in jüdischen Gotteshäusern als größtes Heiligtum angesehen wird, an die Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung im Dritten Reich.

Ludwig-Erhard-Haus

Architektonische Akzente setzt auch das im Jahre 1998 vom britischen Architekten Nicholas Grimshaw errichtete Ludwig-Erhard-Haus. Das Gebäude umfasst neun Etagen und besteht aus einer Stahlkonstruktion mit 15 elliptischen Bögen, welche dem Ludwig-Erhard-Haus den Beinamen “Gürteltier” einbrachte. Ursprünglich als Sitz der Berliner IHK erbaut, beherbergt der Bau heute ein Kommunikations- und Servicezentrum der Berliner Wirtschaft. Seit 1997 gilt das Ludwig-Erhard-Haus auch als Domizil der Berliner Wertpapierbörse. Besucher können entlang einer “internen Straße” die Börsengeschäfte beobachten.

Am Rand entdeckt

Nimmt man sich die nötige Zeit, bedächtig über den geschichtsträchtigen Boulevard zu spazieren, wird man zahlreiche Hinweise auf die Historie des Kurfürstendamms erhalten. Am Haus Nummer 14 wird der aufmerksame Beobachter eine Gedenktafel entdecken, welche auf das Traditionslokal “Mampes Gute Stube” hinweist, welches sich hier zwischen 1917 und 1986 befand. Stammgast des Hauses war der Autor Joseph Roth, welcher hier 1932 seinen Roman “Radetzkymarsch” vollendete. An Haus Nummer 29 wird an die Malerin und Grafikerin Jeanne Mammen erinnert, welche im Hinterhaus ein Atelier besaß und durch ihre realistischen Darstellungen des Lebens auf dem Kurfürstendamm in den 1920er Jahren Berühmtheit erlangte. Schauen Sie sich das Haus Nummer 52 genauer an, werden Sie erfahren, dass es sich um das Wohnhaus des Arztes Robert Koch handelte, welcher durch die Entdeckung der Erreger von TBC und Cholera Weltruf erlangte. An der Ecke zur Joachimstaler Straße verdient eine Stele Beachtung, welche an die Opfer des “Generalplanes Ost” erinnert. Im Dritten Reich befand sich hier das “Reichskommissariat für die Festigung des deutschen Volkstums”. Der Generalplan Ost sah vor, Millionen Deutsche in Polen und Westrussland anzusiedeln, was wiederum die Vernichtung von Millionen von Menschen jüdischer Herkunft in den betreffenden Gebieten zur Folge gehabt hätte. Vor der Hausnummer 141 finden Sie eine in den Gehweg eingelassene Gedenktafel, welche an das Attentat auf den Studenten Rudi Dutschke 1968 erinnert. Der Führer der Studentenbewegung starb elf Jahre später an den Folgen dieses Übergriffes.

Kunst am Kurfürstendamm

Weltkugelbrunnen

Der Weltkugelbrunnen auf dem Breitscheidplatz zählt zu den modernsten und interessantesten Wasserspielen der Hauptstadt. Der liebevoll auch “Wasserklops” genannte Brunnen wurde im Jahre 1983, im Zuge der Umgestaltung des Breitscheidplatzes, aufgestellt. Das Wasser bahnt sich seinen Weg aus einer roten Granitkugel, welche einen Durchmesser von 8,5 Metern besitzt und über zahlreiche Fontänen, Wasserspiele und Kaskaden verfügt. Den Brunnen vervollkommnen vielfältige Bronzefiguren Joachim Schmettaus, welche teils einen humorvollen, teils einen besinnlichen Hintergrund besitzen. Der Weltkugelbrunnen entpuppte sich mit den Jahren als “Sorgenkind”, da der Betrieb des Brunnens auf Sponsoren angewiesen ist. Dennoch wollen die Berliner Ihren “Wasserklops” nicht missen und Sie werden um den Weltkugelbrunnen ein reges Treiben von Einheimischen, Touristen, Künstlern und Straßenmusikanten beobachten können.

Beton Cadillacs

Die Beton Cadillacs sind Teil des im Rahmen der 750 Jahrfeier Berlins errichteten Skulpturenboulevards. Sie finden Sie am Rathenauplatz, dem westlichen Ende des Kurfürstendamms. Die 1987 von Wolf Vostell geschaffenen Straßenflitzer aus Beton ragen über der Stadtautobahn in den Himmel und gaben vielerlei Anstoß zur Kritik. Zeitweise konnte man auf dem anschließenden Grünstreifen eine Pyramide eines Beton-Trabanten stehen sehen. Diese Idee entstammte einer Stammtischlaune. Im Fond des aus einer Betonpyramide ragenden Trabbis saßen lebensgroße Puppen, welche Ronald Reagan und Michail Gorbatschow darstellten. Die Beton Cadillacs wurden im Jahre 2006 umfassend restauriert und durch anspruchsvolles Lichtdesign aufgewertet.

Medusenhaupt-Brunnen

Der Medusenhaupt-Brunnen wurde von Ann und Patrick Poirer geschaffen und ziert seit 1987 den Henriettenplatz. Die Sagengestalt Medusa, ursprünglich eine Schönheit, wurde von Athene, als diese sie bei einer Liaison mit Meeresgott Poseidon überraschte, in ein geflügeltes Ungeheuer verwandelt. Mit Flügeln, Schuppen und heraushängender Zunge ausgestattet war Medusa letztlich so hässlich, dass jeder zu Stein erstarrte, der sie auch nur ansah. Kein Wunder also, dass heute unablässig Wassertropfen aus ihrem Haupte kullern.

Pyramide

Auch der Kurfürstendamm verfügt über eine Pyramide. Die Skulptur wurde 1987 an der Ecke zur Bleibtreustraße aufgestellt und besteht aus einem leicht gekrümmten Stahlblatt, welches von Stahlseilen im Boden gehalten wird.

Berlin

Zu den beliebtesten Fotomotiven am Kurfürstendamm zählt die Skulptur “Berlin”, der Beitrag Brigitte und Martin Matschinskys zum Berliner Skulpturenboulevard 1987. Die in sich verschlungenen Stahlrohre, welche doch getrennt voneinander platziert wurden, standen bei der Errichtung für die Situation im geteilten Berlin und geben den Blick frei auf die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche.

Feste am Kurfürstendamm

Seit 1988 wird im August das Kurfürstendammfest gefeiert. Zwischen 1989 und 1994 war der Kurfürstendamm Ausgangspunkt der Love Parade. Auf Grund eines zu großen Menschenandranges wurde die Techno-Parade auf die Straße des 17. Juni verlegt.

Die Geschichte des Kurfürstendamms

Die Historie des berühmten Boulevards gleicht einer spannenden Zeitreise durch die deutsche Geschichte. Wie keine andere Straße Berlins wurde der Kurfürstendamm geliebt und gehasst zugleich. Er erlebte Glanz- und Schattenseiten und überstand sie beide. Als Opfer der deutschen Wiedervereinigung begann er sich neu zu definieren und hat seinen Platz gefunden, im Zentrum der Millionenstadt, wie im Herzen seiner Besucher.

Der Kurfürstendamm wurde 1542, ursprünglich als Reitweg, angelegt. Er sollte dem Gefolge um Kurfürst Joachim II. ermöglichen, vom Stadtschloss zum neu erbauten Jagdschloss “Zum gruenen Wald” im Grunewald zu gelangen. Übrigens existiert das Schlösschen noch immer und gilt als ältester Schlossbau Berlins. Es wurde im 18. Jahrhundert im Barockstil umgestaltet. Touristen können mit der Hofstube Berlins einzigen erhaltenen Renaissancesaal bestaunen und sich im Jagdmuseum in die Zeiten des Kurfürsten zurück versetzen lassen.

Der Name Kurfürstendamm ist also Programm. Es handelte sich in der Tat um einen mit Bohlen befestigten Knüppeldamm, welcher das sumpfige Gelände für die Reiter passierbar machte. Der Damm blieb zunächst namenlos und nahm einen anderen Verlauf als der Kurfürstendamm es heute tut. Etwa am heutigen Olivaer Platz bog der Reitweg nach Süden ab und führte über das Dörfchen Wilmersdorf in den Grunewald hinein.

Als “Churfürsten Damm” Erwähnung fand der spätere Prachtboulevard erstmals 1767, auf einer von Friedrich Wilhelm Carl von Schmettau entwickelten Karte. Der Topograf des Königs hielt den “Churfürsten Damm” im von ihm entwickelten “Schmettauschen Kartenwerk” fest. In dieser Zeit handelte es sich lediglich um einen sandigen Feldweg, welcher an Äckern, Gärtnereien und Windmühlen vorbei führte. Das Potential des Damms erkannte letztlich Otto von Bismarck. Preußens Ministerpräsident ritt jeden Morgen durch den Grunewald und kannte die Gegend wie seine Westentasche. Bei König Wilhelm I. ersuchte er um eine “Verlängerung nach dem Walde”. Daraufhin wurde der Damm in Richtung Halensee durch einen Reitweg ergänzt.

Nach dem deutsch-französischen Krieg aus Paris zurückgekehrt, war es wiederum Otto von Bismarck, welcher die Entwicklung des Kurfürstendamms vorantrieb. Sichtlich beeindruckt vom Champs Elysées, verfasste er 1873 einen viel zitierten Brief an den Geheimen Kabinettsrat Gustav von Wilmowski. Er appellierte darin an die ständig wachsenden Bevölkerungszahlen und den schnell wachsenden Vergnügungsverkehr auf dem viel zu engen Damm. Der Wunsch, den Reitweg in eine Prachtstraße umzuwandeln reifte in Bismarck bereits über Jahre und nahm nun endlich Gestalt an.

Im Jahre 1875 legten die Kabinettsordner die Breite des für den Ausbau vorgesehenen Kurfürstendamms auf 53 Meter fest. Dies entsprach etwa der Hälfte der Pariser Prachtstraße, mit seiner Länge von 3,5 Kilometern würde der Kudamm den Champs Elysées letztlich jedoch um Längen übertreffen. Bismarck überwachte die Vorgänge mit Argusaugen und ließ es sich auch nicht nehmen, auf den Erhalt eines Reitweges zu bestehen. Da das Projekt privat finanziert werden müsste, drohte es zunächst zu scheitern. Die Rettung brachte ein neu gegründetes Banken-Konsortium, welchem die Vorverkaufsrechte für 230 Hektar des Grunewalds zugesprochen wurden. Die Grundstücke konnten gewinnbringend veräußert werden und die künftige Prachtstraße würde nicht in sumpfigen Waldboden, sondern in eine schmucke Villenkolonie führen.

Werner von Siemens nutzte den Kurfürstendamm 1882 als Versuchsstrecke für den von ihm entwickelten ersten Oberleitungsbus der Welt. Von dieser technischen Neuerung unbeeindruckt zeigte sich zehn Jahre später der Schriftsteller Theodor Fontane, welcher in “Frau Jenny Treibel” die westlichen Ausläufer des Kurfürstendamms als “Wüstenpanorama” beschrieb.

1886 gingen die Ausbauarbeiten ihrem Ende entgegen und es schlug die Geburtsstunde des Kurfürstendamms als Boulevard. Es waren zwei Fahrdämme entstanden. Dazwischen erstreckte sich der von Bismarck gewünschte acht Meter breite Reitweg. Bürgersteige, Vorgärten und eine mit Bäumen bepflanzte Promenade komplettierten das Bild. Am 5. Mai 1886 wurde die Dampfstraßenbahn, welche vom Bahnhof Zoo bis in den Grunewald fuhr, eröffnet. Spätestens mit der Eröffnung des Lunaparks im Jahre 1909 wurde der Kurfürstendamm seiner neuen Rolle vollends gerecht. Der damals größte Vergnügungspark Europas befand sich auf einem 100 000 Quadratmeter großen Areal, am oberen Ende des Kurfürstendamms. Neben Restaurants und Erfrischungsbuden sorgten eine sechs Kilometer lange Achterbahn, Karussells und Tanzdielen für Abwechslung und Unterhaltung.

Die 1920er Jahre gelten als Glanzzeiten des Boulevards. Der Kurfürstendamm präsentierte sich lebendig, modern und international. Berlins Flaniermeile “Unter den Linden” konnte dabei nicht mithalten und zog klar den Kürzeren. Schmucke Wohnbauten galten als angesagteste Immobilien Berlins. Mehr als 100 Millionäre fanden in den protzigen Bauten ein Zuhause. Das die bunten, überladenen Fassaden im Volksmund als “Kudammsche Architektur” verpönt waren, mag die betuchten Herrschaften wenig gestört haben. Die Beliebtheit des Kurfürstendamms wuchs ungebrochen und sie kamen alle. Schriftsteller, Schauspieler, Intellektuelle…bekamen Hunger nach Kultur. Mit dem Kabarett der Komiker oder den Kinos Marmorhaus und Capitol begann die Geschichte des Kurfürstendamms als Unterhaltungsboulevard. Sehen und gesehen werden hieß das Motto im Café des Westens, was auch als Café Größenwahn in den Geschichtsbüchern Aufnahme fand. Hier wurde die expressionistische Zeitschrift “Der Sturm” aus der Taufe gehoben. Als Stammgäste galten Franz Marc, Oskar Kokoschka oder Werner von Siemens. Auch das Personal des Cafés sollte nicht unerwähnt bleiben. So galt der Oberkellner Hahn als “König mit dem Zauberstab”. Magische Kräfte zugesprochen wurden hierbei seinem Bleistift, welcher manche Rechnungen zurückhielt, da wohlhabende Dirnen schon für ihre Verehrer gezahlt hatten. Im Café des Westens eine Zeitung zu entwenden, hatte wenig Zweck. Der bucklige Zeitungskellner Richard hatte sie mit der Aufschrift “Gestohlen im Café des Westens” versehen.

Die Reklame in den Schaufenstern war oft regelrecht provozierend. So warb der überdimensionale Kopf einer Schauspielerin mit bleckendem Gebiss für Zahnersatz. Dies toppen konnte ein Anbieter von Waschmaschinen mit seiner Live-Performance. Eine alte Frau schrubbte in einem Waschtrog mühevoll dreckige Hemden, während im benachbarten Schaufenster eine adrette junge Dame mühelos Wäsche aus der Waschmaschine zog.

1925 wurden die Häuserzeilen im Osten des heutigen Breitscheidplatzes bis zum Lützowufer in “Budapester Straße” umbenannt. So gingen die Hausnummern 1 bis 10 verloren. Der aufmerksame Besucher wird sie noch heute vergeblich suchen. Der Kurfürstendamm beginnt mit Hausnummer 11. Warum allerdings die Hausnummern 77 bis 89 am Lehniner Platz fehlen, bleibt in der langen Geschichte des Straßenzuges verborgen. Das Flair der Goldenen 20er Jahre auf den Punkt brachte Autor Hardy Worm. Er beschrieb das Treiben auf dem Kurfürstendamm in folgenden Worten: “Viele Autos, viele Droschken, Frauen mit Seidenstrümpfen, auch Frauen, die aussehen wie Bordellmütter, gute Kaufleute, Intellektuelle, Hunde, Backfische, Literaten….”

Das Ende der beschwingten Leichtigkeit eines Weltstadtboulevards besiegelte zu Beginn der 1930er Jahre ein Vorfall im “Romanischen Café”. Der mit den Nationalsozialisten verbündete Hellseher Hanussen zwang hier seinen Widersacher, SPD-Funktionär Max Moecke, auf dem Tisch Kasatschok zu tanzen, einen Hahn zu imitieren und den Hitlergruß auszuführen. In dieser skurrilen Szene zeichnete sich das ganze Grauen der Naziherrschaft ab, welches auch vor dem Kurfürstendamm nicht halt machte. Am 12. September 1931 inszenierten etwa 1 000 SA-Leute die “Kurfürstendamm-Krawalle”. Bei den judenfeindlichen Übergriffen wurden jüdische Geschäfte zerstört, die Cafés “Reimann” und “Heil” verwüstet und zahlreiche Personen verletzt. Es war kein Geheimnis, dass zahlreiche Juden am Kurfürstendamm ansässig waren. Vielen Anwohnern und Passanten wurde dies jedoch erst jetzt bewusst. Im Jahre 1933 wurde offiziell mit der Vertreibung der Juden vom Kurfürstendamm begonnen und damit das Gesicht das Boulevards in grober Weise verletzt. Künstler und Gastwirte mussten das Feld räumen. Geschäfte wurden mit einem Judenboykott belegt und statt der gewohnten Leuchtreklamen prangten die Schilder “Kauft nicht bei Juden” in den Schaufenstern.

Nochmals in seinem vollen Glanz erstrahlte der Kurfürstendamm anlässlich der Olympischen Spiele 1936. Er gab sich kreativ, freizügig und kommerziell. Damit stand er im krassen Widerspruch zur Ideologie der Nationalsozialisten, welche passiven Widerstand leisteten und den Boulevards weitestgehend mieden.

Am 9. November 1938 stand die Synagoge in der angrenzenden Fasanenstraße in Flammen und am Kurfürstendamm gingen weitere Scheiben jüdischer Geschäfte zu Bruch. Der Kurfürstendamm galt in den Augen der Nazis als Innbegriff jüdischen Lebens und ihr Hass konzentrierte sich gegen Kultur, Intellekt, Tanz und Unterhaltung. Der Journalist Friedrich Hussong brachte dies bereits 1933 treffend zum Ausdruck: “ Der Kurfürstendamm zog sich mitten durch ganz Deutschland. Seine Amüsementfabriken, seine Schaubühnen seine Luxusbuden standen in allen deutschen Städten.” So wurde der Kurfürstendamm zum Symbol und “kurfürstendammerisch” zum Inbegriff von allem was als “undeutsch” verschrien war.

Im II. Weltkrieg wurden große Teile des Kurfürstendamms zerstört. Besonders die Bombenangriffe im September und November 1943, sowie im Januar 1944 setzten dem Straßenzug stark zu. Dichter Rauch lag über Berlin. Menschen zogen ihre ganze Habe auf Handwagen durch die Straße und eine verstörte Giraffe aus dem nahe gelegenen Zoologischen Garten rannte über den Kurfürstendamm. Am 1. Mai 1945 eroberten sowjetische Soldaten den heutigen Breitscheidplatz und somit ging der II. Weltkrieg auch am Kurfürstendamm zu Ende. Von ursprünglich 235 Gebäuden waren lediglich 43 noch bewohnbar. Der Rest lag in Trümmern.

Doch bald darauf herrschte Aufbruchstimmung. Geschäfte und Cafés nahmen in den zerstörten Fassaden den Betrieb auf und in den unbeschädigt gebliebenen Kinos fanden wieder Vorführungen statt. Ruinen wurden abgerissen und es entstand Neues mit dem Ziel, den Kurfürstendamm als “Schaufenster des Westens”, als Symbol des Wirtschaftswunders, auszubauen. 1954 wurde der Straßenbahnverkehr eingestellt, die Schienen entfernt und der Mittelstreifen des Kurfürstendamms mit Bäumen bepflanzt. Moderne Architektur schloss die entstandenen Lücken und sorgte für eine Veränderung des Bildes. Besonders die Gastronomie konnte sich in kürzester Zeit etablieren, was wohl auch daran lag, dass die Alliierten in Westberlin keine Sperrstunde verhängt hatten. Weiterhin boomte die Mode- und Textilbranche und ein hochkarätiges Publikum traf sich zu den seit 1952 ausgetragenen Internationalen Filmfestspielen.

Nach der Teilung der Stadt wurde der Kurfürstendamm zum Geschäftszentrum West-Berlins und der saloppe Begriff “Kudamm” prägte die Flaniermeile. Im August 1961, wenige Tage nach dem Mauerbau, zogen tausende Soldaten durch den Boulevard. Auch John F. Kennedy ließ sich 1963 mit einem bunten Konfettiregen am Kudamm feiern. Den Jubel der Zuschauer genießen konnten auch Queen Elisabeth II. oder der Astronaut Armstrong. Man demonstrierte auf dem Kurfürstendamm gegen den Vietnam Krieg, gegen die Ermordung Martin-Luther-Kings, gegen die Verschmutzung der Umwelt oder den Abriss von Baudenkmälern. In den 1980er Jahren sorgten die Umgestaltung des Breitscheidplatzes und der anlässlich der 750 Jahr Feier Berlins angelegte Skulpturenboulevard für neue Akzente im Straßenbild.

Ost und West fanden am 9. November 1989 bei einer riesigen Trabi-Parade auf dem Kudamm zusammen. Mit dem Mauerfall verlor der Kurfürstendamm an Bedeutung. Man konzentrierte sich auf das historische Zentrum um den Potsdamer Platz. Dies blieb für den Kudamm natürlich nicht ohne Folgen. Alteingesessene Cafés und Kinos mussten schließen und es vollzog sich ein Wandel vom Prachtboulevard hin zur Einkaufsstraße. Zwischen Uhlandstraße und Adenauerplatz sind Modelabels wie Prada und Gucci präsent. Neubauten, wie Kudamm Karree oder Kranzler Eck, sprechen für eine Neugestaltung des lebendigen Einkaufsmagneten und sind Zeichen dafür, dass der Weltstadtboulevard sich im Aufbruch und Wandel befindet. Ein Besuch des Kurfürstendamms zählt zum unverzichtbaren Besuchsprogramm eines Berlin-Aufenthaltes und verspricht die unvergessliche Begegnung mit einem Mythos.

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