Informationen & Sehenswürdigkeiten Köln
März 7, 2009 by admin
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Einige Informationen & Sehenswürdigkeiten Köln:
Köln - Pulsierende Stadt mit langer Geschichte
Köln, die 2.000 Jahre alte Metropole am Rhein hat weltbekannte kulturhistorische Schätze, ist aber auch für die aufgeschlossene Art der Einwohner und deren Feierlaune berühmt. Genau diese Mischung war es, die uns davon überzeugte, ein Wochenende in der Millionenstadt zu verbringen.
Schon der Anblick vom Zug aus war berauschend: Der riesige, sanft dahinfließende Rhein mit der Silhouette der Stadt im Hintergrund; der alles überragende Dom zwischen all den anderen Kirchen, die für sich allein schon eine Pracht sind, zog natürlich unsere Blicke auf sich. Aber auch ein blaues Kuppelzelt rechts der Hohenzollernbrücke – der Musical Dome, wie wir später erfuhren –, hinterließ einigen Eindruck.
Nachdem wir unser Gepäck im Hotel verstaut hatten, machten wir uns natürlich direkt auf Sightseeing-Tour. Der gotische Dom mit dem Schrein der Heiligen Drei Könige war unser erstes Ziel. Ich ließ mich sogar überreden, die 509 Stufen des Südturms zu erklimmen. Obwohl ich auf der engen und ausgetretenen Wendeltreppe immer wieder entgegenkommenden Besuchern ausweichen musste, und mir auf dem oberen Stück, das nur aus einer breiten Holztreppe besteht, recht mulmig wurde, hat sich die Dombesteigung allein für den Rundblick über die Stadt gelohnt. Das Römisch-Germanische Museum mit den archäologischen Schätzen war natürlich ebenfalls ein Muss. Am meisten beidruckte mich hier das Grabmonument eines Legionärs, nicht nur, weil es so riesig und pompös ist, sondern vor allem wegen seiner spektakulären Entdeckungsgeschichte: Privatleute bemerkten die Steine beim Ausschachten ihres Kellers und hoben das gesamte Grabmal heimlich Stück für Stück aus.
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Köln Dom & Hauptbahnhof |
Kölner Innenstadt |
Gerne hätten wir uns auch noch die Ausstellungen in direkter Nachbarschaft angeschaut, etwa das architektonisch auffällige Wallraf-Richartz-Museum mit seiner einzigartigen Gemäldegalerie oder das Museum Ludwig mit Kunst der Gegenwart, doch wir brauchten erst einmal eine Pause. Über eine Treppe gingen wir in Richtung Rheinufer und konnten uns hier in der Altstadt kaum entscheiden, wo wir denn nun einkehren sollten. Denn hier reihen sich kleine Bistros, hübsche Cafés und urige Kneipen aneinander.
Nachdem wir uns gestärkt hatten, schlenderten wir noch etwas durch die verwinkelten Gassen. Durch Zufall entdeckten wir auf einem Platz direkt vor dem Hänneschen-Theater, dem Kölner Stockpuppentheater, das Denkmal von Willy Millowitsch, dem Kölner Original schlechthin.
Vor dem Historischen Rathaus fanden zu der Zeit Ausgrabungen statt. Hier entsteht ein unterirdisches Museum, die „Archäologische Zone“, die wir schon durch Sichtfenster bestaunen konnten. Direkt daneben kann man durch eine Glaspyramide in die Tiefe schauen, direkt auf das frühere jüdische Ritualbad, die Mikwe. Im Praetorium (Kleine Budengasse) kann jeder kostenlos gegen Vorlage des Personalausweises den Schlüssel für die Mikwe abholen, um selber 15 Meter in die Tiefe zu steigen.
Anschließend wollten wir noch das Diözesan-Museum besichtigen. Zwar beeindruckte uns der spektakuläre moderne Bau dieser im Krieg zerstörten Kirche, doch der hier ausgestellten sakralen Kunst konnten wir beide nicht sehr viel abgewinnen.
Am Abend ist der Besuch eines Brauhauses natürlich ein Muss. Erst hatten wir beschlossen, ins Früh am Dom zu gehen, da in den Kellergewölben die einmalige Atmosphäre besonders gut herüber kommen soll. Da sich allerdings vorm Eingang schon mehrere Kegelclubs versammelt hatten, entschieden wir uns für die Malzmühle am Heumarkt. Wir hatten sogar das große Glück, direkt auf dem Platz zu sitzen, auf dem sich 1999 der amerikanische Präsident Bill Clinton bei seinem Brauhausbesuch niedergelassen hatte. Die riesige Portion Sauerbraten passte kaum in meinen Magen, aber das Kölsch schmeckte sogar mir.
Mein Mann hatte sich für den nächsten Tag schon früh eine Karte für das Bundesligaspiel des 1. FC Köln besorgt. So konnte ich in der Zwischenzeit nach Herzenslust meiner Shopping-Leidenschaft nachgehen. Ich konnte dabei am eigenen Leibe spüren, dass Hohe Strasse und Schildergasse zu den meist besuchten Einkaufsmeilen Deutschlands zählen. Vom Neumarkt aus ging ich weiter in Richtung Rudolfplatz, und selbst hier, mitten im Leben der Großstadt, ist das Mittelalter noch gegenwärtig. Das aus dem 13. Jahrhundert stammende Hahnentor mitten auf dem modernen Platz wird von den meisten kaum beachten, hat mich persönlich aber stark beeindruckt. Hier traf ich meinen Mann wieder und wir flanierten über den direkt anschließenden Kölner Ring, was allerdings durch den starken Autoverkehr recht laut und ungemütlich war.
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Koeln Gross St. Martin |
Kölner Dom |
In südliche Richtung trafen wir auf das Kwartier Lateng, das viel besuchte Studentenviertel der Stadt. Hier feiern Kölner und Besucher ausgelassen an den Wochenenden zusammen. Der Rathenaupark zieht im Sommer Straßenmusiker, Jongleure und Hundebesitzer an, Familien sitzen hier auf der Wiese und Studenten lernen für ihre Klausuren. Der Biergarten war dementsprechend gut besucht. Wir fanden eine kleine gemütliche Creperie, das Engelbät in der Engelbertstraße, von der ich noch immer schwärme. Anschließend stürzten wir uns ins Nachtleben, was rund um die Zülpicher Straße kein Problem ist. Wir waren zwar etwas überrascht, in den Clubs, wie Roonburg und Flotte, auch im Sommer Karnevalsmusik zu hören, aber das scheint in Köln normal zu sein. Und so ließen wir den Abend schunkelnd und singend ausklingen, bevor wir mit der U-Bahn zurück zum Hotel fuhren.
Reisebericht von Brittania
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