Ibiza Reisen - Reisebericht
Januar 19, 2009 by admin
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Ibiza
Was gibt es schöneres als an einem trüben deutschen Winterabend im Internet nach Last Minute Schnäppchen zu suchen? Wir wurden fündig und die Reise ging nach Ibiza. Unser vier Sterne Hotel lag in Talamanca, der Ort liegt quasi gegenüber von Ibiza-Stadt und bietet – besonders am Abend – einen grandiosen Blick auf Eivissa. Von Talamanca kann man amYachthafen vorbei nach Eivissa schlendern oder sich am Abend mit einem kleinen Boot nach Eivissa hinüber schippern lassen. Talamanca selbst ist eher ein Ort für einen gediegenen Urlaubsaufenthalt, wer Party sucht muss hinüber nach Eivissa. Wer Glück hat stößt in Talamanca auf den ein oder anderen Promi, die hier nicht Gefahr laufen auf Autogrammjäger zu stoßen.
Wir verbringen täglich einige Stunden am Hotelpool damit die täglich ein- und auslaufenden Luxusyacht zu bewundern, man kann nur vage erahnen wie viel Geld gerade an einem vorbei schwimmt. Am späten Morgen kann man Eivissa beim langsamen erwachen beobachten. In den engen Gassen befüllen die Hippies gemütlich ihre Verkaufsstände mit allerlei Schmuck und Utensilien – lebensnotwendig für jeden echten Hippie. Boutiquen räumen ihre leichten, meist weißen oder cremefarbenen Bekleidungsstücke in die Morgensonne. Noch sind nur wenige Touristen unterwegs, viele brauchen noch einige Stunden Erholung von der letzten Nacht. Doch auch wer die Nacht nicht durchtanzt, für den sind die Abende in einem der Cafés an der Hafenpromenade Eivissa´s äußerst kurzweilig. Hier trifft man auf die bizarrsten Gestalten, Drag-Queens, Gaukler.
Durch die Dalt Vila – die Altstadt – schlendern wir durch mittelalterliche Gassen bis zur Placa del Sol von wo wir einen traumhaften Ausblick auf Eivissa haben. Von hier aus gelangen wir über endlose Stufen hinauf zur Kathedrale, die am Abend beleuchtet über der Stadt thront. Rechterhand der Kathedrale liegt das Schloss und der mittelalterliche Turm Sa Torreta und linkerhand das archäologische Museum. Vor dem Museum überlegen wir kurz einzukehren, doch das nun schon gleißende Sonnenlicht hält uns draußen.
Um mehr von der Insel zu sehen, beschließen wir uns einen Motorroller zu mieten. Man drückt uns sogar ein paar Helme in die Hand - wir sind uns aber schnell klar darüber, dass wir diese ausgehöhlten, halben Styroporkugeln ebenso gut weglassen können. Hier herrschen eben andere Maßstäbe als in Deutschland. Nachdem uns unser Gefährt etwa zwanzig Minuten schnaufend bergauf befördert, kommen wir glücklicherweise auf die Idee den Tankinhalt zu kontrollieren. Irgendwie kommt uns die Tankanzeige verdächtig vor und so können wir die letzte Gelegenheit nutzen und den kläglichen Rest des Tankinhalts auffüllen. Die weitere Reise zeigt uns wie vorausschauend wir doch waren, denn Tankstellen werden nun Mangelware.
Wir fahren durch öde, staubige Landschaften und werden im Verlauf der Strecke immer wieder mit tollen Aussichten über die Küste belohnt. Vielerorts begegnen uns in scheinbar vollkommen verlassenen Gegenden ein Rudel Hunde, die sich hier durchschlagen. Mitten im Nichts steht ein Restaurant in dem wir unschlagbar günstig und unschlagbar gut speisen. Hier rät man uns an der nächsten Weggabelung links abzubiegen, dort soll sich eine hübsche Kirche befinden. Schon an der Weggabelung sehen wir die weiße Kirche ganz oben auf dem Bergrücken. Oben angekommen sind wir die einzigen Besucher und wir gelangen durch weiße Mauerbogen in den Innenhof in dem hübsche kleine Bäumchen im weißen Sand stehen. Nachdem wir die Kirche besichtigt haben zieht es uns zurück ans Meer. Auf dem Rückweg machen wir halt in einer traumhaften Bucht. Ein einheimisches Restaurant, ein paar Badegäste und eine Yacht empfangen uns.
Wer einmal auf Ibiza ist, für den ist ein Abstecher zur Insel Formentera Pflicht. Die kleine Insel an sich macht Ibiza keine große Konkurrenz, die Strände jedoch lassen einen die Welt vergessen. Das Wasser ist kristallklar und wird nur ganz allmählich tiefer. Man kann in der sanften Brandung weit draußen noch bis zum Grund sehen und das türkisfarbene Meer lässt einen Glauben, man sei mitten in der Karibik.
Auf jeden Fall war Ibiza eine Reise Wert und wer weiß, vielleicht kommen wir irgendwann wieder.





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