Ausflüge & Sehenswürdigkeiten Gran Canaria
März 31, 2009 by admin
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Ausflüge & Sehenswürdigkeiten Gran Canaria:
Was gibt es schöneres als dem trüben deutschen Winter in wärmere Gefilde zu entfliehen? Ein Blick aus dem Flugzeug gibt uns einen ersten kleinen Einblick, warum Cran Canaria auch als Miniaturkontinent bezeichnet wird. Die Insel beherbergt 14 Mikroklimazonen von wüstenähnlichen Landstrichen bis an die 2000 Meter hohe Gebirgszüge. Nicht nur die Landschaft ist sehr abwechslungsreich, die Insel birgt auch eine breit gefächerte Fauna und Flora.
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Schon bei der Ankunft werden wir mit angenehmen, frühlingshaften 23 Grad empfangen. In der Luft liegt ein leichter Saharastaub der die Sicht leicht trübt und uns die Nähe zu Afrika bewusst macht. In Las Palmas angekommen empfängt uns eine lebendige, moderne Insel-Hauptstadt – die größte Stadt der kanarischen Inseln. Schnell finden wir den schönen Stadtstrand, an dem sich Touristen wie Einheimische tummeln. Zumindest zu dieser Jahreszeit ist der Strand keineswegs überfüllt und es wird uns während unseres Aufenthalts immer wieder hier hin ziehen.
Wie wir im Hotel erfahren startet man mit einer Besichtigung der Altstadt von Las Palmas an besten an der Plaza de Santa Ana. Hier stehen das Alte Rathaus, das Haus des Regenten, der Bischofspalast, das Diözesanmuseum und die Kathedrale Santa Ana. Wir passieren Santa Ana und kommen am Kolumbushaus – dem Casa de Colón – vorbei. Wir biegen ein in die Calle Colón ein und kommen zur aus dem 18. Jahrhundert stammenden San Antonio Abad – Kapelle. Die Calle Colón ist voll von hübschen, historischen Häusern und jedes für sich ist eine Sehenswürdigkeit. Das Museo Canario nahe dem Plaza de Santa Ana welches altkanarische Fundstücke zeigt und das Centro Atlántico de Arte Moderno welches moderne Kunst ausstellt haben wir mangels schlechtem Wetter nur von außen gesehen. Fast wie ein bisschen wie auf Kuba fühlen wir uns als wir den Stadtteil Barrio de la Vegueta besichtigen. Viele der schönen Häuser erinnern stark an den lateinamerikanischem Kolonialstil.
Wer einmal hier ist, sollte auf jeden Fall das Kanarische Dorf – das Pueblo Canario im Parque Doramas anschauen. Obwohl es sich hierbei nicht um ein natürlich gewachsenes Dorf handelt, wird hier sehr schön die traditionelle Bauweise der Insel mit ihren kunstvoll geschnitzten Balkonen veranschaulicht. Hier kann man auch einheimische Spezialitäten kaufen und auf dem Dorfplatz gibt es regelmäßig Folklore-Vorführungen zu sehen.
Auch der Hafen ist unbedingt einen Besuch wert, neben wunderschönen historischen Schulschiffen – häufig Nachbauten – legen hier immer wieder riesige Kreuzfahrtschiffe an.
Obwohl sich uns Las Palmas nach den ersten Tagen äußerst kurzweilig gezeigt hat, machen wir uns dennoch auf um auch noch ein wenig vom Rest der Insel anzuschauen. Man kann sich einen Wagen mieten oder mit einem Veranstalter die Insel mit dem Bus erkunden. Wir wählen eine weitere – sehr günstige Alternative – und fahren mit den Regionalbussen. So können wir selbst bestimmen wohin es geht und bleiben einfach dort wo es uns gefällt. Zwar bieten sich allerorts Taxifahrer zu besonders günstigen Tarifen an, allerdings sollte man mit den Einheimischen schon ziemlich gut feilschen können. Als erstes erkunden wir den Jardín Canario - den kanarischen Garten – der bereits vor mehr als 50 Jahren angelegt wurde. Er liegt etwa 8 km von Las Palmas und zeigt um die 500 Pflanzenarten. Man kann hier eine beeindruckende Kakteensammlung bewundern, vom winzigen blühenden Pflänzchen bis zur imposanten Kaktee und das bei freiem Eintritt.
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Gran Canaria |
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Den nächsten Tag reservieren wir für die südöstlich Maspalomas gelegenen Dünen – die vor allem mich als „Wüsten-Fan“ ziemlich beeindrucken. Immerhin haben die Dünen von Gran Canaria in Maspalomas eine Länge von sechs Kilometern und sind zwischen einem und zwei Kilometer breit. Die seit 1987 unter Naturschutz stehenden Dünen bestehen aus Kieselalgen, Muscheln und Schnecken die das Wasser zu Sand gemahlen haben. Das Meer schwemmt den Sand an die Küste und der Wind weht ihn ins Landesinnere.
Da nach einem Ausflug immer wieder das Meer zum Baden und Ausspannen lockt, verlegen wir die Besichtigung von Puerto de Mogan auf den nächsten Tag. Das Fischerdorf Puerto de Mogan soll der schönste Ort Cran Canarias sein und wir haben Glück, dass wir an einem Freitag nach Puerto de Mogan kommen, denn Freitags ist Markttag. Der Ort selbst macht auch heute noch einen urigen Eindruck, mehr als zwei Stockwerke hoch darf im Ortskern nicht gebaut werden. Allein am Strand stehen ein paar größere Hotelanlagen, die jedoch recht gekonnt in die Landschaft integriert wurden. Der Optik von „Klein Venedig“ - wie Puerto de Mogan auch genannt wird – schaden die Hotels jedenfalls nicht.
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Maspalomas Dünen |
San Nikolas Hafen |
Natürlich ist auch ein Ausflug zu den Barrancos auf Cran Canaria Pflicht. Diese zumindest die meiste meiste Zeit ausgetrockneten Flussläufe gibt es nur hier. Die Barrancos verlaufen vom Bergland im Inneren der Insel bis zur Küste. Immer wieder treffen wir auf unseren Ausflügen auf Einheimische die für uns kurz den Reiseführer spielen. Bei den Barrancos erzählt uns jemand, dass während der seltenen aber heftigen Regenfälle aus den trockenen Tälern reißende und gefährliche Flutbäche werden.
Obwohl Cran Canaria noch so viel zu bieten hat, verbringen wir die letzten Tage mit Faulenzen an Strand und Pool. Wir gehen nochmal ins “Los Hermanos Herreños” nur wenige Meter vom Altstadtmarkt entfernt und lassen uns dort kulinarisch verwöhnen. Die rustikale Gaststätte bietet Köstlichkeiten direkt aus dem Holzbackofen. Besonders das Kaninchen hat es uns angetan, ebenso wie die Preise die für die meisten Gerichte zwischen 7 und 15 EURO liegen. Wir tanken noch einmal richtig Sonne bevor es zurück geht in den kalten, trüben Winter nach Deutschland.
Reisebericht von Tina
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